Edelmetalle größte Preisbewegungen seit 29 Jahren
03.02.12 16:57
LB Baden-Württemberg
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Das Jahr 2012 startete mit heftigen Preisaufschlägen im Edelmetallbereich, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Von Ende Dezember bis heute habe sich Gold um 11,8% verteuert, Silber um 21,7%, Platin um 20,6% und Palladium um 13,0%. Die Preissteigerungen seien die größten Januarbewegungen seit 29 Jahren gewesen. Woher komme der Boom? Teilweise dürfte die Hausse eine Reaktion auf die Baisse im Dezember sein. Die Preise für Gold, Silber und Platin hätten sich Ende 2011 um rund 15% in einer Gemengelage aus pessimistischen Konjunkturerwartungen für das Jahr 2012 und Liquidierungen kurz vor dem Bilanzstichtag ermäßigt. Dieser Rückgang sei nun wieder aufgeholt worden. Der geringe Anstieg von Palladium im Vergleich zu den anderen weißen Edelmetallen dürfte auch auf dessen stabile Entwicklung im Dezember zurückzuführen sein. Der Nachholbedarf sei entsprechend geringer ausgefallen.
Ein weiterer Grund für die Hausse am Edelmetallmarkt liege in der allgemein positiven Stimmung an den Märkten. Der Deutsche Aktienindex (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um fast 13% geklettert; der S&P 500-Index (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe immerhin um 5,5% zugelegt. Eine Reihe von positiven Konjunkturdaten sei an den Märkten wohlwollend aufgenommen worden, beispielsweise das hohe Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal 2011.
Die bestehenden Probleme würden dagegen weitgehend ausgeblendet. Beispielsweise bestehe bislang immer noch keine umfassende Einigung über den griechischen Schuldenschnitt. Stattdessen habe die portugiesische Malaise in den letzten Tagen wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Land stecke in einer tiefen Rezession und die Frage werde aufgeworfen, ob der Zahlungsausfall Griechenlands wirklich ein Einzelfall bleiben werde. Die Märkte würden jedoch auf eine weitere große Geldspritze der EZB spekulieren. Insgesamt würden auch die Analysten eine grundsätzlich positive globale Wirtschaftsentwicklung 2012 und damit Preissteigerungspotenzial für die weißen Edelmetalle erwarten. Nach dem starken Anstieg in den letzten fünf Wochen wäre die Zeit allerdings reif für eine Konsolidierung.
Die Verlängerung der extrem niedrigen US-Zinsen bis voraussichtlich 2014 habe dem Goldpreis letzte Woche einen deutlichen Schub und dem SPDR Goldfonds Mittelzuflüsse über rund 1,1 Mrd. USD gebracht. Abgesehen hiervon sei der Anlagemarkt derzeit so gut wie tot. Die anderen ETCs hätten seit Jahresanfang um gerade einmal 3,4 t zugelegt. Die physische Nachfrage insbesondere in Deutschland sei sehr niedrig. (03.02.2012/ac/a/m)
Von Ende Dezember bis heute habe sich Gold um 11,8% verteuert, Silber um 21,7%, Platin um 20,6% und Palladium um 13,0%. Die Preissteigerungen seien die größten Januarbewegungen seit 29 Jahren gewesen. Woher komme der Boom? Teilweise dürfte die Hausse eine Reaktion auf die Baisse im Dezember sein. Die Preise für Gold, Silber und Platin hätten sich Ende 2011 um rund 15% in einer Gemengelage aus pessimistischen Konjunkturerwartungen für das Jahr 2012 und Liquidierungen kurz vor dem Bilanzstichtag ermäßigt. Dieser Rückgang sei nun wieder aufgeholt worden. Der geringe Anstieg von Palladium im Vergleich zu den anderen weißen Edelmetallen dürfte auch auf dessen stabile Entwicklung im Dezember zurückzuführen sein. Der Nachholbedarf sei entsprechend geringer ausgefallen.
Die bestehenden Probleme würden dagegen weitgehend ausgeblendet. Beispielsweise bestehe bislang immer noch keine umfassende Einigung über den griechischen Schuldenschnitt. Stattdessen habe die portugiesische Malaise in den letzten Tagen wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Land stecke in einer tiefen Rezession und die Frage werde aufgeworfen, ob der Zahlungsausfall Griechenlands wirklich ein Einzelfall bleiben werde. Die Märkte würden jedoch auf eine weitere große Geldspritze der EZB spekulieren. Insgesamt würden auch die Analysten eine grundsätzlich positive globale Wirtschaftsentwicklung 2012 und damit Preissteigerungspotenzial für die weißen Edelmetalle erwarten. Nach dem starken Anstieg in den letzten fünf Wochen wäre die Zeit allerdings reif für eine Konsolidierung.
Die Verlängerung der extrem niedrigen US-Zinsen bis voraussichtlich 2014 habe dem Goldpreis letzte Woche einen deutlichen Schub und dem SPDR Goldfonds Mittelzuflüsse über rund 1,1 Mrd. USD gebracht. Abgesehen hiervon sei der Anlagemarkt derzeit so gut wie tot. Die anderen ETCs hätten seit Jahresanfang um gerade einmal 3,4 t zugelegt. Die physische Nachfrage insbesondere in Deutschland sei sehr niedrig. (03.02.2012/ac/a/m)
Werte im Artikel
Weitere Analysen & News
mehr >14.05.12, Helaba
Edelmetalle: Die Lage spitzt sich zu
04.05.12, Commerzbank Corp. & Markets
Platin- und Palladiummärkte dürften sich laut [...]
04.05.12, LB Baden-Württemberg
Edelmetalle Ruhe vor dem Sturm?
03.05.12, Commerzbank Corp. & Markets
Edelmetallpreise geben nach
26.04.12, Commerzbank Corp. & Markets
Edelmetalle verzeichnen leichte Gewinne




