EUR/USD nahe am Patt
03.02.12 11:57
UniCredit Research
München (aktiencheck.de AG) - Der gestrige Handelstag entsprach voll und ganz unserem Motto: "Der Euro bleibt fragil und der USD verliert an Zugkraft", so die Analysten von UniCredit Research.
Die Zeit der durchweg positiven Reaktionen auf gut verlaufene Bond-Auktionen scheine vorbei. Spanien habe erfolgreich Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei bis fünf Jahren platziert und keiner habe es so richtig registriert. Die Aktienbörsen seien positiv gestimmt geblieben, wie das gesamte Risikobild überhaupt und damit habe sich ein weiteres Mal das Anlaufen des sicheren Hafens USD erübrigt. Bernanke habe bei seinem Auftritt vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses im Wesentlichen die im FOMC-Statement zum Ausdruck gebrachte Konjunkturskepsis wiederholt, ohne dass der USD arg unter Druck geraten sei und der Euro davon habe profitieren können.
Nachfolgend einige Kernaussagen Bernankes: Die FED werde die Situation in Europa weiterhin genau beobachten und jede zur Verfügung stehende Maßnahme ergreifen, um die US-Wirtschaft und das US-Finanzsystem zu schützen. Es sei nach wie vor ein langer Weg, bis der US-Arbeitsmarkt wieder als normal funktionierend bezeichnet werden könne. Das schwache Wachstum mache die US-Konjunktur anfällig für Schocks. Die unsicheren Perspektiven würden eine hohe Aufmerksamkeit erfordern. Die Haushalte würden weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben. Die Verbraucherstimmung habe sich zwar verbessert, sei aber im historischen Vergleich noch immer auf schwachem Niveau. Die Inflation habe sich abgeschwächt und die FED erwarte eine Fortsetzung des nur mäßigen Preisauftriebs. Das hohe und weiter steigende Haushaltsdefizit berge das Risiko ernsthafter wirtschaftlicher Konsequenzen.
In Anbetracht der Patt-Situation in EUR/USD würden die Analysten nun auch nicht mehr unbedingt mit einem aggressiven Austesten des Aufwärtspotenzials als Folge eines schwächeren US-Arbeitsmarktberichtes heute Nachmittag rechnen; es sei denn, die Anzahl neu geschaffener Stellen liege deutlich unter 100k und die Arbeitslosenrate steige auf mindestens 8,7%. Das Risiko eines starken Anstiegs in EUR/USD minimiert habe zudem der Umstand, dass sich die Konsensprognose für die Anzahl neu geschaffener Stellen im Verlauf dieser Woche von anfänglich 160k auf nun 140k ermäßigt habe.
Es sehe also ganz so aus, als könnte EUR/USD den siebten Handelstag in Folge innerhalb der Range 1,3050 bis 1,3235 verbringen. Das Hauptrisiko für einen Ausschlag zur oberen Seite sehe man nach wie vor in einer Einigung zwischen Griechenland und den Privatgläubigern über deren Beteiligung am Umschuldungsprogramm. (03.02.2012/ac/a/m)
Die Zeit der durchweg positiven Reaktionen auf gut verlaufene Bond-Auktionen scheine vorbei. Spanien habe erfolgreich Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei bis fünf Jahren platziert und keiner habe es so richtig registriert. Die Aktienbörsen seien positiv gestimmt geblieben, wie das gesamte Risikobild überhaupt und damit habe sich ein weiteres Mal das Anlaufen des sicheren Hafens USD erübrigt. Bernanke habe bei seinem Auftritt vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses im Wesentlichen die im FOMC-Statement zum Ausdruck gebrachte Konjunkturskepsis wiederholt, ohne dass der USD arg unter Druck geraten sei und der Euro davon habe profitieren können.
In Anbetracht der Patt-Situation in EUR/USD würden die Analysten nun auch nicht mehr unbedingt mit einem aggressiven Austesten des Aufwärtspotenzials als Folge eines schwächeren US-Arbeitsmarktberichtes heute Nachmittag rechnen; es sei denn, die Anzahl neu geschaffener Stellen liege deutlich unter 100k und die Arbeitslosenrate steige auf mindestens 8,7%. Das Risiko eines starken Anstiegs in EUR/USD minimiert habe zudem der Umstand, dass sich die Konsensprognose für die Anzahl neu geschaffener Stellen im Verlauf dieser Woche von anfänglich 160k auf nun 140k ermäßigt habe.
Es sehe also ganz so aus, als könnte EUR/USD den siebten Handelstag in Folge innerhalb der Range 1,3050 bis 1,3235 verbringen. Das Hauptrisiko für einen Ausschlag zur oberen Seite sehe man nach wie vor in einer Einigung zwischen Griechenland und den Privatgläubigern über deren Beteiligung am Umschuldungsprogramm. (03.02.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,27158 | 1,2717 | -0,00012 | -0,01% | 17.05./18:28 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,47 | 1,26 | |
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