ETFs Zukäufe überwiegen


02.03.10 09:56
Deutsche Börse AG

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Zuversicht steigt, dass Griechenland den Weg aus der Krise finden wird, so die Deutsche Börse AG.

"Die Unsicherheit hat sich gelegt. Wir sehen jetzt überwiegend Käufe", melde etwa Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Bernardus Roelofs von Flow Traders sehe das ähnlich: "Es ist wieder mehr Gelassenheit da", berichte er: "Die Hoffnung, dass die EU Griechenland unterstützt, wächst." Zudem würden Roelofs zufolge einige Konjunkturdaten für steigenden Optimismus sorgen, etwa der am Freitag veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex der Universität von Chicago. Nach anfänglichen Verkäufen von Bluechip-ETFs bis zum Donnerstag hätten die Anleger Ende der vergangenen Woche und gestern dann wieder beherzt zugegriffen.

Zuflüsse habe es laut Roelofs zuletzt etwa bei ETFs gegeben, die die Entwicklung des EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN FR0007054358 / WKN 798328; ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET) nachzeichnen würden sowie bei Trackern auf den französischen Leitindex CAC 40 und den deutschen DAX (ISIN nicht bekannt/ WKN 593391). Einen ganz so klaren Trend wolle Marco Salaorno von der Société Générale allerdings nicht ausmachen: "Zwar überwogen Mitte der vergangenen Woche die Verkäufe und dann die Käufe, wir sehen aber auch immer gegenläufige Positionierungen", melde er. Uneingeschränkt bullish sei der Markt nicht.

Durchweg abgestoßen worden sei Flow Traders zufolge der db x-trackers FTSE All-Share. Der Hintergrund: Großbritannien werde in Sachen Staatsverschuldung immer häufiger in einem Atemzug mit den so genannten PIIG-Staaten, also Portugal, Irland, Italien und Griechenland genannt. Daher würden sich Investoren lieber aus Großbritannien-Anlagen verabschieden. Was US-Indices angehe, sei das Bild nach Einschätzung von Roelofs im Moment gemischt: Anfänglichen Verkäufen gefolgt von Zukäufen bei S&P 500-Indexfonds hätten Abflüsse beim iShares DJ Industrial Average und Zuflüsse beim db x-trackers MSCI USA gegenübergestanden.

Bei den ETFs zu Schwellenländerindices würden die Anleger nach Ansicht der Market Maker differenzieren: Während sie sich von marktbreiten Produkten, etwa dem Lyxor MSCI Emerging Markets und dem iShares MSCI Emerging Markets (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT) eher trennen würden, würden sie sich bei Lateinamerika-ETFs, etwa dem Lyxor ETF Brazil und dem db x-trackers MSCI EM Latin America (ISIN LU0292108619 / WKN DBX1ML) kauffreudig zeigen, wie Roelofs melde.

Der Société Générale zufolge seien ETFs mit russischen Aktien (ISIN FR0010326140 / WKN LYX0AF) gewesen, während jene mit südafrikanischen (ISIN FR0010464446 / WKN LYX0BY), osteuropäischen und türkischen Werten (ISIN FR0010326256 / WKN LYX0AK) eher auf der Verkaufsliste gestanden hätten. "In Emerging Markets-Produkten ist erstaunlich wenig los", urteile Eric Wiegand. Nach schwunghaften Umsätzen in den vergangenen Monaten sei es hier jetzt eher ruhig.

Um die Sektoren-Fonds bleibe es weiter still. "Anleger konzentrieren sich eindeutig auf Bluechips, in Sektor-ETFs ist nicht viel los", berichte Roelofs. Er beobachte zahlreiche kleinere Transaktionen, etwa Verkäufe beim Lyxor ETF DJ STOXX 600 Insurance, ein echter Trend sei das aber nicht. Das bestätige auch die Deutsche Bank: "Zu- und Verkäufe halten sich die Waage, insgesamt ist das Interesse gering", meine Wiegand.

Deutlich lebhafter als zuvor gestalte sich hingegen der Handel mit Renten-ETFs, berichte zumindest die Deutsche Bank. "Anleger setzen vermehrt auf Short-Produkte", registriere Wiegand und verweise auf den db x-trackers II Short iBoxx Sovereign Eurozone. "Hier wird vielleicht auf steigende Zinsen spekuliert", vermute Wiegand. (02.03.2010/fc/a/f)






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