ETF-Handel: US-Tech-Werte glänzen - Goldminen-ETFs kommen unverändert gut an


19.08.20 15:02
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Goldpreis und Technologieaktien bleiben die bestimmenden Themen im ETF-Handel, so die Deutsche Börse AG.

Gold sei am 18.08. wieder über die Marke von 2.000 US-Dollar geklettert, an der US-Technologiebörse NASDAQ setze sich die Rekordjagd fort. Allerdings mache sich im Xetra-Handel die Ferienzeit bemerkbar. "Es ist sehr viel ruhiger", erkläre Carsten Schröder von der Société Générale. Laut Oliver Kilian von der UniCredit lägen die Umsätze ferienbedingt bei etwa einem Drittel.

An der NASDAQ würden nach dem kurzen Rücksetzer vergangene Woche derzeit wieder neue Allzeithochs markiert. Der NASDAQ 100 liege aktuell bei 11.326 Punkten (18.08.2020), der "Corona-Dip" sei damit längst wettgemacht. Seit Jahresanfang komme der Index auf ein Plus von 30 Prozent.

Laut Schröder würden sich Anleger zum Beispiel im ComStage NASDAQ 100 positionieren. Kilian melde eine hohe Nachfrage nach dem iShares NASDAQ 100 (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL), aber auch dem spezialisierteren iShares Automation & Robotics. Der Automation & Robotics-ETF schneide in diesem Jahr allerdings längst nicht so gut ab wie NASDAQ-Tracker, er komme lediglich auf ein Plus von 4,1 Prozent.

Auch der Goldpreis habe letzte Woche kurzzeitig geschwächelt, bewege sich mit aktuell 2.004 US-Dollar die Feinunze jetzt aber wieder in Richtung des vor knapp zwei Wochen erreichten Allzeithochs von 2.069,22 US-Dollar die Feinunze. Lang & Schwarz berichte von anhaltend hohen Käufen der Goldproduzenten-ETFs, Kilian von der UniCredit sehe hingegen auch Gewinnmitnahmen.

Hohe Umsätze hätten an der Börse Frankfurt in den vergangenen fünf Handelstagen etwa der iShares Gold Producers, der VanEck Vectors Gold Miners und der VanEck Vectors Junior Gold Miners (ISIN IE00BQQP9G91 / WKN A12CCM) verzeichnet. Sie alle würden seit Jahresanfang mit einem Plus von über 38 Prozent aufwarten. Der Goldpreis selbst sei in der Zeit "nur" um 32 Prozent gestiegen.

Goldminen-ETFs würden zwar alle Goldproduzenten abbilden, es gebe aber durchaus Unterschiede. Der Market Access NYSE Arca Gold BUGS und der ComStage NYSE Arca Gold BUGS würden sich zum Beispiel fast ausschließlich auf nordamerikanischen Goldproduzenten konzentrieren, Schwergewichte seien Barrick Gold, Newmont Goldcorp und Agnico Eagle Mines. Der VanEck Vectors Gold Miners streue etwas breiter. Der VanEck Vectors Junior Gold Miners setze vor allem auf aufstrebende kleinere Goldgesellschaften und sei geografisch noch stärker diversifiziert.

Die großen Industrieländerindices würden mal gekauft, mal verkauft, wie die Händler melden würden. "Jeder Rücksetzer wird für Käufe genutzt", stelle Schröder fest. Daher zeigten sich die Märkte ziemlich stabil. "Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen ist das schon erstaunlich."

Auf den Einkaufslisten stünden laut Schröder etwa EURO STOXX 50- und S&P 500- Tracker, während DAX- und Dow Jones-ETFs abgestoßen würden. Kilian berichte hingegen von Abflüssen aus S&P 500, MSCI USA- und MSCI World Minumum Volatility-ETFs (ISIN IE00B8FHGS14 / WKN A1J781) und Zuflüssen in EURO STOXX 50-Indexfonds.

Klar auf den Abgabelisten stünden laut Kilian im Geschäft mit Anleihen-ETFs vor allem Emerging Markets-Papiere. Anleger trennten sich zum Beispiel vom UBS Bloomberg Barclays USD Emerging Markets Sovereign, vom iShares J.P. Morgan ESG USD EM Bond EUR Hedged und vom SPDR Bloomberg Barclays Emerging Markets Local Bond.

Abgesehen davon sei im Fixed Income-Bereich kein klarer Trend auszumachen: Kunden der Société Générale kauften inflationsgebundene europäische Staatsanleihen (ISIN LU1390062245 / WKN LYX0U6) und europäische Unternehmensanleihen (ISIN IE00B3T9LM79 / WKN A1JJTQ). Sie trennten sich hingegen von auf US-Dollar lautenden Unternehmensanleihen (ISIN IE0032895942 / WKN 911950). (Ausgabe vom 18.08.2020) (19.08.2020/fc/a/e)






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