ETF-Handel: US-Aktien begehrt


17.07.19 09:57
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Immer neue Allzeithochs an der Wall Street locken ETF-Anleger in US-Aktien, so die Deutsche Börse AG.

"Bei uns werden vor allem S&P 500-ETFs gekauft", berichte Frank Mohr von der Commerzbank. Auch Kunden der UniCredit Group würden sich auf S&P 500-Tracker (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53, ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2, ISIN LU0496786574 / WKN LYX0FS) konzentrieren, wie Cornelia Schübel feststelle. Dow Jones, S&P 500 und NASDAQ hätten am Montag abermals neue historische Hochs erreicht. Der DAX sei in diesem Jahr zwar ebenfalls deutlich gestiegen, sei mit aktuell 12.390 Punkten von seinem Allzeithoch bei 13.596,90 Punkten vom Januar 2018 aber noch weit entfernt.

Von den Umsätzen her sei es etwas ruhiger geworden. "Es ist nicht mehr ganz so viel los wie in den Vorwochen, für die Sommerzeit wird aber immer noch viel gehandelt", stelle Rick van Leeuwen von IMC fest. Mohr melde für die Commerzbank 47.200 Transaktionen für die Vorwoche, etwas weniger als in den Wochen davor, Schübel von der UniCredit berichte von einem ruhigeren Geschäft.

Abgesehen von US-Aktien würden MSCI World-ETFs (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH, ISIN FR0010315770 / WKN LYX0AG, ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW, ISIN IE00BJ0KDQ92 / WKN A1XB5U) gefragt bleiben. Damit kämen Anleger nicht nur für dieses Jahr auf attraktive Renditen: So sei der iShares Core MSCI World seit Jahresanfang um 21,3 Prozent gestiegen, in den vergangenen drei Jahren seien es durchschnittlich 10,7 Prozent im Jahr gewesen.

Van Leeuwen melde Umschichtungen bei Faktor-Strategien: So würden europäische Momentum-ETFs verkauft und dafür MSCI World Momentum-ETFs gekauft. Im Rahmen von Momentum-Strategien werde auf Aktien gesetzt, die zuletzt gut gelaufen seien. In der Erwartung, dass sich der Aufwärtstrend fortsetze.

Uneinheitlich sei das Bild bei deutschen Aktien: Während die Commerzbank von Abflüssen aus DAX-ETFs (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) berichte, würden bei IMC Zuflüsse in DAX- und Abflüsse aus MDAX-ETFs dominieren.

Mit dem Fokus auf Industrieländer seien Schwellenländer etwas aus dem Blickfeld gerückt. Mohr beobachte Abgaben von MSCI Emerging Markets-Trackern. Dabei habe der Schwellenländerindex die heftigen Verluste vom Frühjahr fast wieder wettgemacht: Der iShares MSCI Emerging Markets IMI komme seit Jahresanfang wieder auf ein Plus von 12,4 Prozent, auf Dreijahressicht seien es 8 Prozent im Jahr.

Im Handel mit Branchen-ETFs würden die zahlreichen Käufe von Banken-Indexfonds auffallen, erkläre Mohr. "Das könnte an der umfassenden Restrukturierung der Deutschen Bank liegen", vermute der Händler. Banken-Tracker wie der iShares EURO STOXX Banks hätten sich zuletzt etwas erholen können, würden mit einem Plus von 4,8 Prozent seit Jahresanfang aber zu den schwächeren Produkten gehören.

Abgestoßen würden laut Mohr Öl- und Gas- sowie Energie-ETFs. "Vielleicht liegt das an den Diskussionen über den Klimawandel und die Pläne der Regierung, den CO2-Ausstoß zu belasten." Van Leeuwen melde Positionierungen in EURO STOXX Health Care-ETFs, die die Gesundheitsbranche abbilden würden.

Im Anleihebereich gehe die Suche nach Extrarendite weiter, alternativ werde Geld in geldmarktnahen Produkten geparkt. Etwa würden Kunden der Commerzbank auf High Yield-Unternehmensanleihen oder kurzlaufende US-Treasuries setzen. Bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen würden laut Schübel allerdings die Abgaben überwiegen, etwa beim iShares J.P. Morgan EM Local Government Bond. Anleger kauften stattdessen italienische Staatsanleihen (ISIN IE00B7LW6Y90 / WKN A1JXZH) oder auch auf Euro lautende inflationsgebundene Anleihen (ISIN IE00B0M62X26 / WKN A0HGV1). (Ausgabe vom 16.07.2019) (17.07.2019/fc/a/e)





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