ETF-Handel: Smart Beta Strategien überzeugen


05.10.16 12:14
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Bewegungen an den Aktienmärkten der vergangenen Woche nutzten viele ETF-Anleger zum Einstieg bei Portfolios mit Unternehmen der europäischen Industrieländer, so die Deutsche Börse AG.

Händler würden von einer vergleichsweise aktiven Woche im ETF-Geschäft berichten und einhellig von überwiegenden Zuflüssen etwa bei Indexfonds mit deutschen Standardwerten sprechen. "DAX-Produkte verschiedener Emittenten (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06; ISIN DE000A0X8994 / WKN A0X899) landeten bei unseren Kunden verstärkt in den Anlegerdepots", beschreibe Oliver Kilian von der Unicredit. Ebenso seien Tracker des EURO STOXX 50 (ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE0005933956 / WKN 593395) beliebt und in Summe gefragt. "Die größte Einzelposition in unserer Umsatzstatistik ist ein Wert mit EURO STOXX 50-Aktien", hebe der Händler hervor.

"Mit rund 26.000 liegt die Anzahl der ETF-Trades im Durchschnitt der vergangenen Monate", berichte Andreas Bartels von der Commerzbank. Während DAX-ETFs wie gehabt die Umsatzstatistik angeführt hätten, hätten Tracker des MSCI Europe und MSCI World die eher ungewöhnlichen Plätze zwei und drei der meist gehandelten Werte belegt. EURO STOXX 50-Produkte rangierten dahinter unter ferner liefen, so die Deutsche Börse AG. "Bei allen überwogen die Käufe." Weniger Potenzial würden Anleger scheinbar in nordamerikanischen Aktien vermuten. "S&P 500-ETFs (ISIN US78462F1030 / WKN 898706; ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5) stehen bei uns auf der Verkaufsseite", melde Bartels.

"Aktieninvestments stellen mit einem Anteil von 84 Prozent der Gesamtumsätze den Löwenanteil der wöchentlichen ETF-Flows", bemerke der Händler und nenne als weiteren statistischen Wert einen Kaufüberhang von 55 Prozent über alle Anlageklassen hinweg. Schwellenländer-Aktien hätten dazu gehört und würden unterm Strich gesucht, womit sich der Trend der vergangenen Wochen fortsetze. Gut an kämen Aktien im breit aufgestellten MSCI Emerging Markets (ISIN LU0635178014 / WKN ETF127; ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM; ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC), gern auch zweifach gehebelt (ISIN LU0675401409 / WKN ETF128).

Auch Kilian verbuche per saldo Zuspruch für Schwellenländer-Aktien im MSCI Emerging Markets (ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX; ISIN IE00BKM4GZ66 / WKN A111X9).

Auf der Suche nach alternativen Indexstrategien würden derzeit verstärkt Smart Beta ETFs, auch Faktor-ETFs genannt, zum Tragen kommen, wie die Händler registrieren würden. Mit der Nachfrage nach einem Europe Equity Multi Smart Allocation Scientific Beta-ETF stünden Bartels zufolge auch hier europäische Aktien im Mittelpunkt. Der zugrunde liegende Index ziele auf eine Überrendite des Universums von Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung auf den entwickelten europäischen Märkten.

S&P 500 Minimum Volatility-ETF (ISIN nicht bekannt/ WKN 81J784) kämen Kilian zufolge verstärkt aus den Depots raus.

Mit Blick auf die Branchen hätten - wenig überraschend - Banken-ETFs im Vordergrund gestanden, wie Bartels informiere. Rund um die Diskussionen über womöglich sehr hohe Strafzahlungen der Deutschen Bank an die US-Regierung und die geplante Umstrukturierung bei der Commerzbank gegen Ende vergangener Woche hätten sich Anleger dem Händler zufolge verstärkt von ihren Positionen etwa beim MSCI Europe Banks-, Stoxx Europe 600 Banks- und EURO STOXX Banks-ETF getrennt. "Verkäufe machten rund Zweidrittel der Transaktionen aus." Mittlerweile habe sich die Deutsche Bank-Aktie wieder gefangen, nachdem Medien über eine womöglich deutlich günstiger als erwartete Einigung der größten deutschen Bank mit den US-Behörden berichtet hätten.

Indexfonds mit Automobil- und Zulieferer-Werten würden sowohl bei der Commerzbank als auch der Unicredit zu den häufiger gehandelten Branchen-Werten gehören. Während Bartels zu 80 Prozent Zuflüsse bei Trackern etwa des Stoxx 600 Optimised Automobiles & Parts Index (ISIN LU0378435043 / WKN ETF061; ISIN IE00B5NLX835 / WKN A0RPR0) ausmache, spreche Kilian von überwiegenden Abflüssen. "Investoren verabschiedeten sich zudem in Summe von ihren Engagements in der Grundstoffe- und Lebensmittelindustrie." Aus den Depots raus gekommen seien Tracker des Stoxx Europe 600 Basic Resources-Produkte und Stoxx Europe 600 Food & Beverages.

Das Geschäft mit Renten-ETFs habe Bartels zufolge mit einem Anteil von 13 Prozent im Vergleich zu den Vorwochen zugelegt, wobei Anleger High Yield-Produkten den Vorzug gäben. Häufig zum Zuge gekommen seien zum Beispiel Schwellenländer-Bonds etwa im SPDR Barclays Capital Emerging Markets Local Bond ETF. Im kurzfristigen Bereich hätten sich Anleger mit geldmarktnahen Portfolios wie dem PIMCO Euro Short Maturity Source (ISIN IE00B5ZR2157 / WKN A1H497) eingedeckt.

Zu den beliebtesten Rentenwerten bei der Unicredit hätten Unternehmensanleihen mit Restlaufzeiten zwischen einem Jahr und fünf Jahren gehört, die mit (ISIN IE00B4L60045 / WKN A0RPWQ) und ohne Finanzwerte (ISIN IE00B4L5ZY03 / WKN A0RPWP) gleichermaßen gut ankämen. "Bei beiden standen Zuflüsse im Vordergrund." (Ausgabe vom 04.10.2016) (05.10.2016/fc/a/e)





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