ETF-Handel: Shopping-Laune


10.12.19 15:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Trotz nahender Weihnacht ist im ETF-Handel noch keine Ruhe eingekehrt, so die Deutsche Börse AG.

"Wir sehen angesichts steigender Unsicherheiten wieder mehr Aktivitäten", berichte Carsten Schröder von der Commerzbank. Er melde knapp 60.000 Transaktionen für die vergangene Woche - bei einem klaren Käuferüberhang.

Der DAX zeige sich am heutigen Dienstag etwas schwächer und sei wieder unter die 13.000 Punkte-Marke gerutscht, am Mittag seien es 12.955 Punkte. Am kommenden Sonntag könnten ohne weitere Annäherung zwischen den USA und China höhere Zölle für chinesische Importe in Kraft treten. Auch die Wahlen in Großbritannien am Donnerstag würden für Nervosität sorgen. Von den am Mittwoch und Donnerstag anstehenden Notenbanksitzungen in den USA und der Eurozone würden hingegen keine Neuigkeiten erwartet.

Aktien-ETFs würden gesucht bleiben: Zugegriffen werde laut Schröder etwa bei MSCI USA- und STOXX Europe 600-Trackern. Sehr gut würden zudem weiter japanische Aktien ankommen, etwa mit dem iShares MSCI Japan EUR Hedged. "Diesen Trend sehen wir schon seit einigen Wochen", bemerke der Händler. Der ETF habe sich seit Sommer zwar sehr gut entwickelt, könne aber seit Jahresanfang gerechnet mit einem Plus von "nur" 16,6 Prozent mit dem DAX, der um fast 25 Prozent gestiegen sei, nicht mithalten.

Auch nachhaltiges Investieren sei weiter angesagt, Zuflüsse verzeichne laut Schröder etwa der UBS MSCI ACWI ESG (ISIN IE00BDR55927 / WKN A2H5CB). Der biete Zugang zu Aktien aus 23 Industrie- und 26 Schwellenländern. Die Unternehmen würden im Vergleich zu anderen Unternehmen in ihrem jeweiligen Sektor herausragende soziale, ökologische und unternehmerische Verantwortung aufweisen. Abgegeben würden laut Schröder hingegen DAX-, MSCI Europe- und Dow Jones-ETFs.

Weiter aus den Portfolios würden Banken-ETFs fliegen, wie Schröder außerdem beobachtet habe. Der iShares EURO STOXX Banks 30-15 habe sich in den vergangenen Monaten deutlich erholen können, habe die Verluste von April bis August aber noch nicht ganz wettmachen können.

Technologie-Tracker würden hingegen gefragt bleiben. Einen leichten Käuferüberhang melde Schröder zudem für Immobilien- und Grundstoff-ETFs.

Im Anleihe-Bereich gehe die Suche nach Mehrrendite weiter, alternativ werde auf die Zinsentwicklung spekuliert. So verzeichne die Commerzbank Zuflüsse in Schwellenländer-Staatsanleihen in Lokalwährungen und den ComStage 10Y US-Treasury Future Short sowie Abflüsse aus dem ComStage Bund-Future Short und europäischen Staatsanleihen mit Laufzeiten von 1 bis 3 Jahren (ISIN LU1650487413 / WKN LYX0XH). (10.12.2019/fc/a/e)





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