ETF-Handel: Optimistische Grundstimmung macht sich bemerkbar


17.06.14 17:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die nach wie vor optimistische Grundstimmung an den Börsen macht sich auch im ETF-Handel bemerkbar, so die Deutsche Börse AG.

"Die Umsätze sind hoch, wobei die Käufe eindeutig überwiegen", melde Jörg Sengfelder von Flow Traders. Von feiertagsbedingt weniger Orders berichte Frank Mohr. "Mit rund 13.000 Trades bewegt sich aber alles im grünen Bereich." Auch bei der Commerzbank hätten mit einem Verhältnis von 56 zu 44 Prozent die Zuflüsse dominiert. Mit 81 Prozent entfalle der Löwenanteil auf das Geschäft mit Aktien-ETFs.

"Mich wundert, dass Anleger auf die Zuspitzung in der Irak-Krise bisher kaum reagieren und an ihren Aktienpositionen festhalten", meine Marco Salaorno. Der DAX bewege sich seit zwei Wochen innerhalb einer Bandbreite von 100 Punkten. "Ins Bild passt, dass es im Rohstoffsektor abgesehen von steigendem Interessen am Energiesektor überraschend ruhig bleibt." Auch die Kunden der Société Générale hätten sich auf Aktieninvestments fokussiert. Über alle ETF-Anlageklassen hinweg sei das Verhältnis zwischen Zu- und Abflüssen allerdings nahezu ausgeglichen.

Händler seien sich einig: Die Hauptrolle würden europäische Aktien spielen, allen voran Tracker (ISIN IE00B60SWY32 / WKN A0RGCM, ISIN FR0010655696 / WKN A0REJM, ISIN LU0446734286 / WKN A0X97Q, ISIN DE000ETFL284 / WKN ETFL28, ISIN DE000A0M5X28 / WKN A0M5X2) des marktbreiten MSCI Europe, die überwiegend in den Anlegerdepots gelandet seien. "Bei uns führen sie die Umsatzstatistik an", bemerke Mohr.

Wie üblich, gelte daneben das Interesse dem DAX (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und dem EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN DE000ETFL052 / WKN ETFL05). "Ungewöhnlich ist, dass der EURO STOXX 50 in unserer Umsatzliste auf den fünften Rang verdrängt wurde." Tracker großer Indices wie den STOXX Europe 600 führe Sengfelder auf der Verkaufsseite.

Von gleichermaßen Käufen wie Verkäufen spreche Salaorno mit Blick auf den S&P 500 (ISIN IE00B3YCGJ38 / WKN A1CYW7, ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5) und MSCI World (ISIN FR0010756098 / WKN A0X8ZX, ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS). Ausgewogen gehandelt würden auch ETFs, die den MSCI Japan abbilden würden.

"Investoren trennen sich in Summe von Schwellenländer-Aktien", melde Sengfelder. Tendenziell aus den Depots raus kämen etwa an den MSCI Emerging Marktes gekoppelte Indexfonds (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM, ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT). Unternehmen aus Schwellenländerregionen, die vom MSCI EM Asia (WKN DBX1MA) abgedeckt würden, würden gekauft. "Auch indische Aktien (ISIN FR0010361683 / WKN LYX0BA) kommen gut an."

Bei Festverzinslichem würden Anleger bevorzugt auf Werte mit potenziell höheren Erträgen setzen, wie Sengfelder und Salaorno berichten würden. Gut ankämen etwa Unternehmensanleihen im Barclays Capital Euro Corporate Bond Index und im Markit iBoxx Euro Liquid High Yield Index (ISIN DE000A1C8QT0 / WKN A1C8QT).

"Wir sehen auch Zuflüsse in Schwellenländer-Anleihen", registriere Sengfelder. Dazu gehöre etwa der SPDR Barclays Capital Emerging Markets Local Bond-ETF. Staatsanleihen von Mitgliedern der Währungsunion mit mittlerer Laufzeit zwischen fünf und sieben Jahren beispielsweise im db x trackers II iboxx Sovereigns Eurozone 5-7 und kurzer Laufzeit von ein bis drei Jahren (WKN A0J21A) würden abgestoßen. Anleger hätten sich auch zumeist von hiesigen Staatsanleihen im Deka Deutsche Boerse Eurogov Germany getrennt.

Von den Branchen-ETFs mache Salaorno eine gute Nachfrage nach Aktien aus dem Energiesektor aus, die etwa vom MSCI World Energy Index (ISIN LU0533032420 / WKN LYX0GK) und vom STOXX Europe 600 Oil & Gas Index (ISIN FR0010344960 / WKN LYX0A9) abgedeckt würden. Diesen Trend bestätige Mohr: "ETFs mit Energieaktien sind stark gesucht und machen rund 30 Prozent unserer Umsätze mit Branchen-ETFs aus." Verkäufe hätten das Bild bei Banken-ETFs und generell im Finanzsektor bestimmt. (17.06.2014/fc/a/e)





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IE00B60SWY32 A0RGCM 252,20 € 163,28 €
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