ETF-Handel: Lieber US-amerikanische als europäische Aktien


25.09.19 11:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Es sind vor allem US-Aktien, für die sich Anleger derzeit interessieren, europäische Aktien fliegen tendenziell aus den Portfolios, so die Deutsche Börse AG.

Dabei laufe es auch hierzulande nicht schlecht: Der DAX habe am Dienstagmittag bei 12.355 Punkten gelegen, Mitte August seien es kurzzeitig weniger als 11.200 Punkte gewesen. In den USA sehe es aber noch besser aus: Dort sei der Dow Jones nicht mehr weit von seinem Allzeithoch entfernt.

Die ETF-Umsätze seien der Commerzbank zufolge "recht ordentlich" gewesen, Christian Dürr melde 64.000 Transaktionen für die vergangene Woche, laut Oliver Kilian von der UniCredit Group sei es etwas ruhiger geworden.

Gekauft würden vor allem S&P 500-ETFs (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN LU1681049109 / WKN A2H576), auch mit Währungsabsicherung (ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9). Globale Aktien stünden ebenfalls fast durchweg auf den Einkaufslisten, etwa mit dem iShares Core MSCI World, dem iShares MSCI World oder der währungsgesicherten Variante (ISIN IE00B441G979 / WKN A1C5E7).

Nicht so gut an kämen derzeit europäische inklusive deutsche Aktien. Betroffen seien laut Kilian vor allem EURO STOXX 50- und DAX-ETFs. Viel gehandelt würden aber auch, wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen sechs Handelstage zeige, der iShares DAX, der iShares Core EURO STOXX 50 und der iShares STOXX Europe 600.

Bemerkenswert hoch seien weiterhin die Umsätze mit Smart Beta-ETFs, wobei aktuell viele Produkte abgegeben würden: So verabschiedeten sich Kunden der UniCredit vom iShares MSCI Europe Momentum Factor, vom Lyxor MSCI EMU Value und vom iShares Edge MSCI Europe Minimum Volatility. Dürr melde Verkäufe für den iShares FactorSelect MSCI Europe, aber Käufe für den iShares MSCI World Value Factor.

Rege gehandelt würden zudem - wie fast immer - Banken-ETFs wie der iShares STOXX Europe 600 Banks (ISIN DE0006289309 / WKN 628930). Die Commerzbank berichte von Zuflüssen, UniCredit von Zu- und Abflüssen. Umfangreiche Käufe habe Dürr auch bei Energie-ETFs beobachtet. Der Brent-Preis habe nach dem rasanten Sprung nach oben Anfang vergangener Woche - ausgelöst durch den Angriff auf wichtige Ölproduktionsanlagen in Saudi-Arabien - zwar wieder etwas nachgegeben, das Niveau vor den Anschlägen aber noch nicht wieder erreicht. Viel um gehe daher beim iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas, der europäische Öl- und Gaskonzerne abbilde. Der ETF komme seit Jahresanfang auf ein Plus von 10 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es im Schnitt 9,4 Prozent gewesen.

Ebenfalls hohe Umsätze würden weiterhin der iShares STOXX Europe 600 Basic Resources, der sich auf Grundstoffproduzenten beziehe, und der ComStage NYSE Arca Gold BUGS verzeichnen, der an die Entwicklung von Goldproduzenten gekoppelt sei. "Der Goldpreis liegt ja wieder über der viel beachteten Marke von 1.500 US-Dollar je Feinunze", bemerke Dürr.

Gängige Staatsanleihen würden derzeit weniger interessieren, gesucht werde offenbar etwas mehr Rendite. So würden Anleger bei Unternehmensanleihen (ISIN LU0478205379 / WKN DBX0EY, ISIN IE00B3F81R35 / WKN A0RGEP) gerne zugreifen, auch hochverzinslichen, wie Kilian feststelle. Gesucht seien aber auch auf US-Dollar lautende Emerging Markets-Anleihen, etwa mit dem UBS J.P. Morgan USD EM Diversified Bond oder dem iShares J.P. Morgan USD EM Bond. (Ausgabe vom 24.09.2019) (25.09.2019/fc/a/e)





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