ETF-Handel: Europäische Aktienkörbe gesucht


11.12.12 16:50
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Von einer sehr aktiven Woche berichten Market Maker im Handel mit Indexfonds, so die Deutsche Börse AG.

"Mit fast 15.000 Trades lagen wir in der vergangenen Woche klar am oberen Ende der Umsatzspanne. Aber auch das Volumen der einzelnen Orders hat noch einmal deutlich angezogen", kommentiere Martina Schröttle von der Commerzbank. Dabei würden die Händler von einem deutlichen Kaufüberhang sprechen: "Vor allem im Blue Chip-Bereich wird über die gesamte Breite gekauft", melde Mark Schönbrodt von der DekaBank.

Zu den am stärksten gefragten Produkten würden laut Schröttle an DAX und EURO STOXX 50 gekoppelte Indexfonds (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN LU0252633754 / WKN LYX0AC) (ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02, ISIN DE0005933923 / WKN 593392, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN IE0008471009 / WKN 935927) zählen. "DAX-ETFs haben in der abgelaufenen Handelswoche 15 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht, Tracker des EURO STOXX 50 immerhin 9 Prozent. Davon waren beim EURO STOXX rund drei Viertel Käufe. Die Kauflaune der Anleger ist weiterhin da", fasse die Händlerin zusammen.

Aber auch der MDAX sei, wie Schönbrodt berichte, wieder stärker ins Visier der Investoren gerutscht. So sei etwa der iShares MDAX (DE) (ISIN DE0005933923 / WKN 593392) rege gekauft worden.

Laut Flow Traders seien in den vergangenen Handelstagen vor allem Schwellenländerindices gesucht gewesen, während der Handel in Indexfonds, die den DAX und den EURO STOXX 50 nachbilden würden, ausgeglichen gewesen sei. "Von den Emerging Market-ETFs wurde fast alles nachgefragt: Sowohl breit aufgestellte Produkte als auch spezielle ETFs (ISIN FR0010408799 / WKN LYX0BE, ISIN DE000A0HG2L3 / WKN A0HG2L, ISIN FR0010361683 / WKN LYX0BA, ISIN LU0292109856 / WKN DBX1FX, ISIN FR0010326140 / WKN LYX0AF, ISIN FR0010326256 / WKN LYX0AK, ISIN FR0010464446 / WKN LYX0BY) zu Märkten wie Brasilien, Korea, Indien, China, Russland, Türkei und Süd-Afrika wurden gekauft", erkläre Händler Florian Perini.

Die DekaBank melde hingegen überwiegend Verkäufe von Schwellenländer-ETFs (u.a. ISIN DE000ETFL342 / WKN ETFL34). Gesucht seien nach übereinstimmender Auskunft der Market Maker globale Blue Chip-ETFs und Produkte gewesen, die US-Märkte abbilden würden. So spreche Schönbrodt von regen Käufen im ETFlab MSCI USA als auch im iShares MSCI Australia.

Im Rentensegment lasse sich kein einheitliches Bild ausmachen. Schönbrodt berichte von Käufen in Emerging Market Bonds und kurzlaufenden europäischen Staatsanleihen. Anleger hätten sich beispielsweise im iShares Capital Barclays Euro Government Bond 1-3 engagiert, der Staatsanleihen der Euro-Länder enthalte, die bei Emission eine Laufzeit von mindestens eineinhalb Jahren und zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Restlaufzeit von mindestens 1,25 Jahren hätten. Zudem müssten die Anleihen durch Standard & Poor's mindestens mit der Bonitätsnote AA bewertet sein. Auch der ETFlab iBoxx € Liquid Sovereign Diversified 1-3 sei laut Schönbrodt gesucht, der liquide Anleihen der öffentlichen Hand enthalte. Ebenfalls würden auch Indexfonds (ISIN DE0002511243 / WKN 251124, ISIN DE000ETFL383 / WKN ETFL38) mit Unternehmensanleihen gekauft.

Deutsche Staatsanleihen (ISIN DE000ETFL185 / WKN ETFL18) würden in Schönbrodts Orderbüchern verkauft, bei Schröttle und Perini allerdings gekauft (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20, ISIN DE0006289465 / WKN 628946). "Wir haben im Rentenbereich einen Abbau eher risikoreicher Positionen wie Corporate Bonds (ISIN LU0478205379 / WKN DBX0EY) gesehen, während Sicherheit gesucht war", merke Schröttle an.

Überwiegend Verkäufe würden sowohl Commerzbank als auch DekaBank im Geldmarktsegment (ISIN DE000ETFL227 / WKN ETFL22, ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ) beobachten. "Nachdem Anleger hier in der vorangegangenen Woche stark zugekauft hatten, kam einiges wieder zurück. Das ist aber keine Besonderheit, da Geldmarkt-ETFs gerne als kurzfristiges "Parkprodukt" genutzt werden", erläutere Schröttle.

Auch hinsichtlich Branchen-ETFs würden die Berichte der Händler auseinandergehen. "Auf der Suche nach Diversifikation und positiver Performance haben Investoren nun auch die Immobilienmärkte als ETF-Anlageklasse gefunden. In den vergangenen fünf Handelstagen wurden in diesem Segment vermehrt Produkte (u.a. ISIN DE000A0HG2Q2 / WKN A0HG2Q) nachgefragt", berichte etwa Florian Perini. Der Bankensektor sei indes abgestraft worden. "Vor allem der Schock über Montis Rücktritt in Italien verunsichert die Märkte", kommentiere der Händler.

Während Schönbrodt die Verkaufstendenz im Bankensektor (ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP) bestätige, würden die Anleger laut Schröttle in diesem Segment vermehrt zukaufen (ISIN LU0378435399 / WKN ETF062). "Am stärksten nachgefragt wurden aber wie schon in den vergangenen Wochen die Sektoren Rohstoffe (ISIN LU0378435472 / WKN ETF063) und Technologie (ISIN LU0378437098 / WKN ETF076)", ergänze die Händlerin. Schönbrodt beobachte hingegen vor allem im Telekomsektor (ISIN LU0292104030 / WKN DBX1ST) Käufe. (11.12.2012/fc/a/e)






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