ETF-Handel: Britische Aktien erste Wahl


24.01.18 10:40
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Steigende Notierungen an den internationalen Aktienbörsen prägen laut Händler das Geschäft mit Indexfonds, so die Deutsche Börse AG.

"Hinter den gut 38.000 ETF-Transaktionen stehen sehr ansehnliche Volumina, die 10 Prozent über dem Niveau der Vorwoche liegen", berichte Andreas Bartels. Über alle Anlageklassen hinweg verbuche die Commerzbank einen Kaufüberhang von 60 Prozent.

Den größten Zuspruch gebe es für Tracker des STOXX Europe 600, der die 600 größten börsennotierten Unternehmen aus 18 europäischen Ländern enthalte.

Auch die Kunden der UniCredit und IMC Financial Markets würden bevorzugt auf die Breite des STOXX Europe 600 Index setzen (ISIN DE0002635307 / WKN 263530, ISIN FR0010717090 / WKN A0RF42), wie Florian Lenhart und Rick van Leeuwen melden würden. Dem gegenüberstünden bei DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN LU0252633754 / WKN LYX0AC), EURO STOXX 50- (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET) und MSCI Europe-ETFs (WKN A0REJM, WKN A0MZWQ) Abflüsse im Vordergrund. "Das könnten durchaus Gewinnmitnahmen sein", schätze Lenhart.

Überdurchschnittliches Interesse würden die Händler für Aktien aus Großbritannien registrieren. Tracker des FTSE All Share seien ebenso häufig in den Depots der UniCredit-Kunden wie FTSE 250-Produkte gelandet. "Für beide verbuchen wir fast nur Käufe." Rege auf beiden Seiten gehandelt würden Indexfonds, die sich am FTSE 100 (ISIN FR0010438127 / WKN LYX0CP, ISIN DE0006289408 / WKN 628940) orientieren würden.

Britische Aktien würden auch bei van Leeuwen zu den beliebtesten Investitionen gehören. Neben FTSE All Share- und FTSE 100-Positionen kämen besonders häufig MSCI UK-Produkte zum Zuge. Der zugrunde liegende Index decke mit über 100 Standardaktien und mittelgroßen Unternehmen rund 85 Prozent der Marktkapitalisierung der Free Float-Aktien ab. Das seien Anteile, die sich nicht in festem Besitz etwa von Gründern oder Großinvestoren befänden und somit jederzeit an der Börse handelbar seien.

Aktien aus den Vereinigten Staaten würden gleichermaßen gekauft und abgestoßen. Während IMC Financial Markets und die UniCredit für S&P 500-Produkte (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, A1JX53) tendenziell Zuflüsse ausmachen würden, würden S&P 500-Positionen bei Bartels die Verkaufsstatistik anführen. "Gleichzeitig unterm Strich gesucht waren ETFs auf den MSCI USA, Dow Jones Industrial", bemerke Lenhart. Die wichtigsten US-Indices hätten zu Beginn der Woche ihre Rekordserie fortgesetzt. Während sich der S&P 500 am Montag bei einem Stand von 2.832 Punkten aus dem Handel verabschiedet habe, sei es für den NASDAQ 100 auf 6.906 Punkte nach oben gegangen. Der Dow Jones Industrial habe auf 26.214 Zähler zugelegt.

Starkes Interesse mit einem leichten Kaufüberhang bestehe Bartels zufolge an Banken-ETFs. Portfolios mit Energiewerten (ISIN FR0010791145 / WKN A0Q4L7) belegten Rang zwei in der Umsatzstatistik für Sektor-ETFs und seien in Summe rausgekommen. Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Robotik beschäftigen würden, hätten indes per Saldo überzeugt. Etwa hätten sich Investoren für den in US-Dollar notierten ROBO-STOX Global Robotics and Automation-ETF interessiert, der gelistete Firmen mit ausgeprägten Geschäftsaktivitäten im Sektor Automation enthalte.

Lenhart melde Kaufinteresse an europäischen Banken, während sich Anleger von ihren Engagements in US-Finanzhäusern eher verabschiedet hätten. Nordamerikanische Energiekonzerne (ISIN IE00BWBXM492 / WKN A14QB0) würden ebenfalls per Saldo verkauft.

Hohe Nachfrage auf beiden Seiten habe van Leeuwen am gestrigen Dienstag für Tracker des STOXX Europe 600 Oil & Gas und STOXX 600 Telecommunication (ISIN FR0010344812 / WKN LYX0A1) registriert.

Bei Festverzinslichem würden sich Anleger unter anderem tendenziell von ihren Hochzinsanleihen trennen, wie Lenhart anmerke. In Summe abgestoßen würde beispielsweise ein iShares-Produkt mit Unternehmensanleihen im Euro High Yield Corporate Bond Index. In Summe gekauft würden Produkte (ISIN LU1048314196 / WKN A110QF), die sich am Barclays Euro Area Liquid Corporates 1-5 Year Index orientieren würden. "Die größten Zuflüsse im Rentenbereich hatten wir allerdings in Money Market-Produkten."

Der Commerzbank Bund-Future Strategie Short-ETF gehöre bei Bartels zu den meist gehandelten Fixed Income-Produkten. Gleichzeitig gebe es Zuspruch etwa für US-Dollar-Geldmarktprodukte (ISIN LU1248511575 / WKN LYX0UV). (Ausgabe vom 23.01.2018) (24.01.2018/fc/a/e)





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