ETF-Handel: Beliebte US-Werte - ETF-Analyse


20.12.17 08:36
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit den steigenden Kursen wächst das Kaufinteresse - an europäischen und US-amerikanischen Aktien, so die Deutsche Börse AG.

Bis Freitag sei das noch anders gewesen: Für die vergangene Woche würden die Händler einhellig von Zuflüssen in US-amerikanische Aktien berichten, während für europäische Aktien Zu- und Abflüsse gemeldet würden.

Nach einer mehrere Wochen währenden Seitwärtsbewegung habe der DAX am gestrigen Montag einen kräftigen Satz nach oben gemacht und bei 13.312 Punkten geschlossen, am Dienstagmorgen seien es 13.301 Zähler. Treiber seien die Fortschritte bei der US-Steuerreform, die an den US-Märkten für neue Rekorde gesorgt hätten. Es werde mittlerweile fest davon ausgegangen, dass die Reform noch vor Weihnachten verabschiedet werde. Der Dow Jones sei gestern bis auf 24.876,07 Zähler geklettert - so hoch wie noch nie. Auch der S&P 500, der Nasdaq 100 und der Nasdaq Composite hätten neue Allzeithochs erreicht.

"Der Trend bei uns war eindeutig: Heraus aus Europa, hinein in die USA", stelle Frank Mohr fest. Zugegriffen wurde in S&P 500- und MSCI USA-ETFs. EURO STOXX 50-Tracker, aber auch DAX-ETFs, seien hingegen abgestoßen worden. Beliebt gewesen seien dem Händler zufolge auch EURO STOXX Short-ETFs, mit denen auf einen fallenden Index gesetzt werden könne. Die Umsätze insgesamt seien bei der Commerzbank mit 31.600 Transaktionen hoch geblieben.

Bei der UniCredit Group sei das Bild etwas anders gewesen: Auch hier seien US-Tracker gekauft, aber auch verkauft worden, eindeutig gekauft worden seien EURO STOXX 50- (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU, ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET), MSCI Europe- und STOXX Europe 600-Indexfonds. "Die Volumina waren aber nicht hoch", erkläre Florian Lenhart. Das gelte auch für DAX-ETFs. Er melde eine insgesamt ruhige Woche. "Zum Jahresende sind viele Anleger schon positioniert." Mehr Umsatz als in DAX-ETFs habe der Händler in MDAX-Trackern beobachtet.

Ganz klar auf der Käuferliste stünden laut Lenhart zudem japanische Aktien, vor allem mit dem MSCI Japan. "Hier wird speziell auf die Variante mit Währungs-Hedge (ISIN IE00B42Z5J44 / WKN A1C5E6) gesetzt." Der ETF habe seit dem vergangenen Dezember immerhin um 16 Prozent zugelegt.

Im Handel mit Branchen-Indexfonds fehle diesmal das klare Bild. Mohr melde Käufe und Verkäufe in Immobilien-ETFs sowie einen leichten Käuferüberhang in Technologie- (ISIN DE000A0H08Q4 / WKN A0H08Q) und Grundstoff-Indexfonds. Lenhart zufolge seien die Umsätze in Medien-ETFs auffällig hoch gewesen, mit Flows in beiden Richtungen.

Auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt stehe der iShares EURO STOXX Banks diesmal auf dem dritten Platz - also ungewöhnlich weit oben. Der Banken-Index komme auf Sicht von zwölf Monaten auf ein Plus von 9,5 Prozent - allerdings unter großen Schwankungen.

Auffällig hohe Umsätze habe es auch im iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas gegeben. Dabei habe sich der Ölpreis nach seinem deutlichen Anstieg vom Sommer an in den vergangenen Wochen seitwärts bewegt. Daneben bleibe auch der iShares Automation & Robotics umsatzstark. Nach seinem Hoch vor vier Wochen habe dieser zwar etwas an Wert verloren, komme auf Sicht von zwölf Monaten aber immer noch auf ein Plus von fast 30 Prozent.

Im Anleihebereich passiere derzeit nicht viel. Mohr melde "keine nennenswerten Umsätze". "Wenn etwas gehandelt wird, dann sind es vor allem Kurzläufer", stelle Lenhart fest. Er berichte von Interesse an US-Geldmarktprodukten, etwa dem db x-trackers II Fed Funds Effective Rate. Für europäische Kurzläufer melde er hingegen - wie in der Vorwoche - Käufe (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV) und Verkäufe (ISIN DE0006289473 / WKN 628947).

Der November sei übrigens abermals ein sehr guter Monat für ETFs und damit typisch für das Gesamtjahr 2017 gewesen: Insgesamt seien weltweit in den ersten elf Monaten dieses Jahres bereits 554 Milliarden Euro in ETFs geflossen, wie der ETF-Emittent Amundi melde, davon fast 400 Milliarden Euro in Aktien-ETFs. Beliebt gewesen seien vor allem US-Aktien, gefolgt von Welt-Aktien. In Anleihen-ETFs seien bis Ende November 144 Milliarden Euro geflossen, hier hätten Unternehmensanleihen mit 53 Milliarden Euro die Staatsanleihen (41 Milliarden Euro) sogar abgehängt. Im November sei das Bild ähnlich gewesen: Beliebt gewesen seien besonders US-Aktien, im Bondbereich seien Unternehmensanleihen und Mischportfolios ("Aggregate") am besten angekommen. (Ausgabe vom 19.12.2017) (20.12.2017/fc/a/e)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
34,21 € 34,095 € 0,115 € +0,34% 25.09./14:26
 
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DE0005933956 593395 36,01 € 31,79 €
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