ETF-Handel: Am liebsten europäisch


01.11.16 16:48
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das seit Monaten vertraute Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt setzte sich in der vergangenen Woche fort, so die Deutsche Börse AG.

Trotz laufender Berichtssaison für das dritte Quartal hätten sich DAX-Notierungen innerhalb der gewohnten Bandbreite zwischen etwas über 10.800 und 10.600 Punkten bewegt. In diesem Umfeld hätten sich ETF-Anleger laut Commerzbank auf deutsche Standardwerte fokussiert. "DAX-ETFs (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX; ISIN FR0010377028 / WKN LYX0BT; ISIN DE0005933931 / WKN 593393) verschiedener Anbieter landeten in Summe in den Depots", melde Frank Mohr. Insgesamt bewege sich das ETF-Geschäft mit knapp 28.000 Trades auf eher durchschnittlichem Niveau.

Wie üblich stünden Aktien-Investments mit einem Anteil von 76 Prozent bei Mohrs Kunden im Vordergrund, Renten-ETFs kämen auf etwa 19 Prozent. Als Indiz für steigendes Kostenbewusstsein werte der Händler große Umschichtungen von einem S&P 500-ETF zum anderen. "Die niedrigere Verwaltungsgebühr gab dabei den Ausschlag."

"Bei der ICF Bank gestaltet sich der ETF-Handel recht ruhig", beschreibe Ivo Orlemann. Fast habe es den Anschein, als hätten Investoren die US-Wahlen abgewartet. Ansehnliche Umsätze mache der Händler im Geschäft mit gehebelten Indexfonds aus. "Hier kamen in erster Linie DAX-ETFs zum Tragen. Käufe und Verkäufe hielten sich dabei in etwa die Waage." Rege auf beiden Seiten gehandelt worden sei auch ein DAX-Tracker mit zweier Hebel (ISIN DE000A0X8994 / WKN A0X899) und einer ohne (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01).

Gleichermaßen Zu- und Abflüsse verbuche die ICF Bank bei Indexfonds, die an den DAXplus Maximum Dividend Index (ISIN DE000ETFL235 / WKN ETFL23) gekoppelt seien, der auf Grundlage von Ankündigungen und Schätzungen die 20 deutschen Aktien mit der höchsten Dividendenrendite in der kommenden Indexperiode enthalte. Einen leichten Abgabedruck registriere Orlemann für hiesige Unternehmen aus der zweiten Reihe, die im MDAX vertreten seien.

Florian Lenhart spreche von einem regen Handel mit ETFs auf Wochensicht, wobei die Kunden der UniCredit eindeutig europäische Standardwerte bevorzugt hätten. Überwiegend Zuflüsse mache der Händler bei EURO STOXX 50-ETFs aus, manchmal im direkten Tausch mit EURO STOXX 600-ETFs. "Hier hatten wir einige großvolumige Transaktionen."

Smart Beta-ETF etwa auf den iSTOXX Europe Minimum Variance Index (ISIN LU0599612842 / WKN A1JH10) seien per saldo abgestoßen worden.

Schwellenländer-Investments seien laut Händler generell ein Thema im ETF-Handel gewesen. Mohr informiere über zumeist Zuspruch für MSCI Emerging Markets-ETFs (ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX; ISIN DE000A0YBR46 / WKN A0YBR4). "Hier vermuten Anleger scheinbar Nachholpotenzial." Hohe Zuflüsse mache auch Lenhart für Tracker des MSCI Emerging Markets aus und berichte von auffällig vielen Käufen eines Amundi-Produktes.

Mit Blick auf die Branchen registriere Mohr weiterhin starkes Interesse am Finanzsektor. Anleger hätten sich unter anderem überwiegend mit Aktien europäischer Banken (ISIN LU0378435399 / WKN ETF062) eingedeckt. "Die Branche steht für rund 16 Prozent unserer Umsätze mit Sektor-ETFs." Rang zwei hätten Tracker der Telekommunikationsindustrie (ISIN LU0378437171 / WKN ETF077) belegt, die ebenfalls unterm Strich gekauft worden seien. Der Bereich habe eine Zeit lang kaum Anhänger gefunden. "Bei ebenfalls häufig gehandelten Indexfonds mit Werten aus dem Immobilienbereich hielten sich Käufe und Verkäufe in etwa die Waage."

Im Bereich Festverzinsliches würden Anleger tendenziell Abstand von US-Staatsanleihen nehmen, wie Lenhart bemerke. "Auffällig häufig kamen Bonds mit Restlaufzeiten zwischen einem und drei Jahren (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202) aus den Depots raus." Commerzbank-Kunden hätten Mohr zufolge in Summe Abstand von ein- bis dreijährigen italienischen Staatsanleihen (ISIN FR0011313741 / WKN LYX0PK) genommen. (01.11.2016/fc/a/e)





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LU0378438732 ETF001 119,98 € 71,33 €
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