Dexia Equities L Biotechnolgy-Fonds trägt FondsNote 1


16.04.12 09:31
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen den Dexia Equities L Biotechnology-Fonds als Anlagetipp der Woche vor.

Als der Hoffnungsträger hätten Biotech-Aktien seit Mitte der 90er-Jahre gegolten. Doch mit dem Platzen der Tech-Blase zur Jahrtausendwende sei es auch mit dem Hype um die Biotech-Aktien vorbei. Die Werte hätten meist dahin gedümpelt obwohl die Firmen fleißig Medikamente auf den Markt gebracht und auch tatsächlich Geld verdient hätten. Doch in jüngster Zeit habe sich das Blatt gewendet. Denn die Pipelines vieler großer Pharmahersteller seien leer und daher würden sie sich zunehmend an die Biotechunternehmen ranmachen.

Das Übernahmefieber blühe dort wie lange nicht mehr. Daher hätten einige Fonds wie etwa der Dexia Equities L Biotechnology selbst im vergangenen Jahr ein Plus von immerhin sechs Prozent geschafft. Denn Manager Rudi Van den Eynde habe bei seiner Aktienauswahl ein glückliches Händchen. 2011 sei er mit seinem Fonds bei insgesamt sechs Übernahmen involviert gewesen. Die hohen Aufpreise bei den Übernahmen hätten gezeigt, dass die großen Pharmaunternehmen immer noch bereit seien, viel Geld für Innovationen zu zahlen.

Daher sehe der Biotech-Experte den Sektor weiterhin als einen starken Performer der kommenden Jahre. "Die alternde Bevölkerung und die stark zunehmende Bedeutung der Emerging Markets sind beides starke säkulare Treiber für die Gesundheitsindustrie. Aber am stärksten wird davon der Biotech-Sektor profitieren", sei Fondsmanager Van den Eynde überzeugt.

Zudem komme den Biotech-Titeln wie schon im vergangenen Jahr das Übernahmenfieber in der Branche zugute. Van den Eynde habe bereits im ersten Quartal vier Übernahmen beobachtet. Die letzte Offerte stamme von Ende März. Am 28. März 2012 habe Pharmagigant Bristol-Myer Squibb ein Angebot für die Übernahme von Amylin gemacht. Das Unternehmen habe den Aktionären 22 Dollar pro Aktie angeboten. Das seien mehr als 50 Prozent Aufschlag zum bisherigen Kurs gewesen.

Der Dexia-Fonds habe immerhin 2,9 Prozent seines Vermögens in Amylin investiert. Clever, wie der Fondsmanager nun mal sei, habe er die Hälfte der Position nach dem 50-prozentigen Kursanstieg verkauft. Seine Begründung: "Wir managen immer unsere Risiken und bei Übernahmen kann immer noch etwas schief gehen", sage der Experte.

Knapp 80 Prozent des Fondsvermögens habe Van den Eynde in den USA investiert - für einen Biotech-Fonds nichts Ungewöhnliches. In den USA finde er die Unternehmen mit interessanten Innovationen. Zudem werde dort mehr Venture Capital vergeben - ein wichtiger Finanzierungsfaktor für Biotech-Firmen. Der Rest der Unternehmen verteile sich weltweit. Nur Israel mit gut vier Prozent und die Schweiz mit 2,8 Prozent hätten noch ein nennenswertes Gewicht.

Van den Eynde lege Wert auf ein breit diversifiziertes Portfolio. Er halte 35 bis 60 Titel - das ist für einen Branchenfonds relativ viel. Zudem setze er nicht nur auf Branchenriesen wie Amgen, Biogen oder Gilead Sciences, sondern auch auf kleinere Unternehmen, die vielversprechende Produkte in der Pipeline hätten und Ziel vom M & A-Aktivitäten werden könnten. Das berge zwar ein leicht höheres Risiko, aber auch bessere Renditechancen. Bislang habe sich dieses Vorgehen von Van den Eynde stets ausgezahlt.

Über drei und fünf Jahre kann dem Dexia-Fonds kein Konkurrent das Wasser reichen, so die Experten von "Euro fondsxpress". 122 beziehungsweise 60 Prozent Performance habe Van den Eynde geschafft. Daher trage er zu Recht die FondsNote 1. (Ausgabe 15 vom 13.04.2012) (16.04.2012/fc/a/f)





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