Deka-Schweiz-Fonds: 05/2019-Bericht, Kardex aufgestockt - Fondsanalyse


08.07.19 10:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-Schweiz ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Sondervermögen enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Der Fonds lege mindestens 51% seines Wertes in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an.

Dem Fonds liege ein aktiver Investmentansatz zugrunde. Mit diesem verfolge das Fondsmanagement die Strategie, überwiegend in Aktien von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu investieren. Um den Erfolg des Aktienauswahlprozesses zu bewerten, werde der SPI Price Index in EUR verwendet.

Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Der Schweizer Markt habe sich im schwierigen Umfeld relativ gut behaupten können. Dies habe vor allem an den defensiven Qualitäten der Blue Chips Nestlé, Novartis und Roche gelegen. Neben diesen Portfolio-Schwergewichten hätten sich auch andere defensive Aktien, wie z.B. der Kakao- und Schokoladen-Produzent Barry Callebaut erfreulich entwickelt. Die Aktien des Finanzsoftwareunternehmens Temenos seien gestiegen, nachdem der neue Finanzvorstand ambitionierte Langfristziele verkündet habe. Belastend auf die Fondsperformance des Deka-Schweiz hätten sich im Mai Aktien einiger Industrieunternehmen ausgewirkt. Die grundsätzliche Ausrichtung des Fonds sei beibehalten worden. Das in der Lagertechnik tätige Unternehmen Kardex sei aufgestockt worden. Das Fondsmanagement erwarte hier positive Impulse aus dem Bereich e-commerce.

Nach einem schwachen Vormonat hätten sich die internationalen Aktienmärkte im Juni deutlich erholt. Dabei seien es die Notenbanken in den USA und Europa gewesen, die mit expansiver werdender Rhetorik für positive Stimmung bei den Investoren gesorgt hätten. In ihrem Statement habe die US-Notenbank FED unter anderem die Erwartungen an Wirtschaftswachstum und Inflation nach unten korrigiert und damit Hoffnungen auf Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf geschürt. Gleichzeitig habe sich Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), offen gezeigt für eine Rückkehr zur ultralockeren Geldpolitik. So habe er zusätzlichen Stimulus in Aussicht gestellt, sollten sich die Inflationserwartungen und die Konjunktur nicht erholen. Vor diesem Hintergrund hätten die Aktienmärkte weltweit, trotz ausbleibender positiver Nachrichten auf Makro- und Mikroebene, zugelegt.

Aus Sicht von Euro-Investoren habe sich der Schweizer Leitindex SMI im internationalen Vergleich (MSCI WORLD INDEX in Euro: +4,3%) überdurchschnittlich entwickelt. Der SMI habe den Berichtsmonat mit Kursgewinnen von +4,9% beendet. Unterdessen sei das Schweizer KOF-Konjunkturbarometer von revidierten 93,8 Punkten auf 93,6 Punkte gefallen und habe zugleich unter der durchschnittlichen Erwartung der befragten Volkswirte (94,8 Punkte) gelegen.

Auf politischer Ebene habe der Streit zwischen der Europäischen Union und der Schweiz um ein neues Partnerschaftsabkommen eine neue Eskalationsstufe erreicht. Da sich die Schweizer Regierung geweigert habe, dem bereits ausgehandelten Vertragswerk zuzustimmen, werde die EU zum 1. Juli die Anerkennung der Schweizer Börsenregulierung auslaufen lassen. Die Schweizer Börse fürchte Umsatzeinbußen, da EU-Händler nicht mehr uneingeschränkten zur Schweitzer Börse haben würden. Auf Schweizer Seite plane man demnach die EU-Entscheidung mit einer Notfallverordnung auszuhebeln. (08.07.2019/fc/a/f)






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