DWS Top Dividende LD-Fonds: 03/2022-Bericht, Engagement in Industrie und Energie erhöht - Fondsanalyse


21.04.22 13:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Trotz vieler Unwägbarkeiten und eines Umfelds erhöhten Risikos hätten die Aktienmärkte einen Teil der Verluste vom Jahresanfang wieder wettmachen können, allerdings nicht ohne erhebliche Volatilität. Die Entwicklung der Aktienmärkte sei weiterhin vom Krieg in der Ukraine bestimmt worden, die wirtschaftlichen Folgen seien vor allem in Form weiter steigender Energie- und Rohstoffpreise spürbar gewesen. Ein weiterer Grund zur Sorge seien neue regionale, COVID-19-bedingte Lockdowns in China gewesen, die die bereits angespannten Lieferketten weiter belasten könnten.

Die globalen Aktienmärkte hätten den Monat auf EUR-Basis mit einem Plus von 3,72% (MSCI World Index) beendet. Die USA seien im März die stärkste Region gewesen. So sei der S&P500 um +4,86% gestiegen. Auch Japan habe mit einem Anstieg des Nikkei 225 um +1,18% relativ gut abgeschnitten. Europa sei vergleichsweise schwach gewesen: Der britische FTSE 100 sei um +0,62% gestiegen, der DAX sei um -0,32% gefallen und der EURO STOXX 50 habe -0,42% eingebüßt. Die schwächste Region im März seien die Schwellenländer mit einem Rückgang von -1,17% gewesen. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. (Angaben zur Wertentwicklung jeweils in EUR)

Auf Sektorebene sei Energie mit +9,01% erneut der stärkste Sektor gewesen. Auch Grundstoffe hätten mit +6,66% überdurchschnittlich abgeschnitten. Defensiver Konsum habe mit +1,40% die auf relativer Basis schlechteste Wertentwicklung im Monatsverlauf gezeigt, dicht gefolgt von Finanzwerten mit +1,77%. Der US-Dollar habe im März um +1,66% angezogen (gemessen am US-Dollar Index). Der Euro habe gegenüber dem US-Dollar um -1,35% nachgegeben, gegenüber dem Britischen Pfund und dem Japanischen Yen hingegen einen Anstieg von +0,75% bzw. +4,39% verzeichnet. Der Ölpreis (WTI) sei im März mit +5,93% in EUR im Plus gewesen. Der DWS Top Dividende sei im März um +4,80% gestiegen.

Die Experten hätten im März ihr Engagement in Industrie und Energie erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement in Informationstechnologie und Grundstoffen verringert. Im Verlauf des letzten Monats habe sich der Investitionsgrad der Experten nicht wesentlich verändert. Ihre aktuelle Kasseposition (Bargeld und Bargeldäquivalente) stehe bei insgesamt etwa 5%.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Energie und in Grundstoffen gestammt. Zusätzlich habe die Einzeltitelauswahl in Grundstoffen und Finanzwerten einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in defensivem Konsum und zyklischem Konsum und das Übergewicht in defensivem Konsum hätten im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der breite Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Newmont, Nutrien und BHP Group erzielt werden können. Unilever, E.ON und Hannover Rück hingegen hätten die Wertentwicklung belastet.

Vor allem in den Industrieländern scheine die Coronapandemie sukzessive endemisch zu werden, sodass die Wirtschaft allmählich wiedereröffnet werden könne. Mit dem Abklingen der Sorgen über die Pandemie habe sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf Engpässe in der globalen Lieferkette und Inflation in verschiedenen Branchen verlagert. Weitere Sorgen würden die durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine entstandenen geopolitischen Spannungen bereiten. Die gegen Russland verhängten Sanktionen, mögliche Gegensanktionen und das Risiko von Unterbrechungen würden die ohnehin schon strapazierte Versorgungskette zusätzlich belasten und erheblichen Aufwärtsdruck auf die Rohstoffpreise ausüben.

Höhere Rohstoffpreise wiederum würden wachsenden Aufwärtsdruck auf das bereits hohe Inflationsniveau bedeuten, wodurch das Risiko einer Konjunkturabschwächung steige. Die Zentralbanken weltweit müssten nun den Balanceakt zwischen der Bekämpfung der hohen Inflation und der Vermeidung negativer Auswirkungen höherer Zinsen auf die Wirtschaft bewältigen - und all das vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen dem Westen und Russland. In diesem volatilen und unsicheren Marktumfeld würden die Experten einmal mehr ganz bewusst auf strenge Auswahl setzen und sich dabei auf solide Bilanzen, hohe freie Cashflows und nachhaltige Dividenden konzentrieren.

Außerdem seien die Zinsen trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Renditen nach wie vor historisch niedrig, sodass Aktien aufgrund des Mangels an Alternativen nach Erachten der Experten langfristig attraktiv bleiben würden. Dies sollte die Aktienmärkte zumindest strategisch stützen. Zudem seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung von Dividendenzahlungen als Komponente des Gesamtertrags bei anhaltenden Niedrigzinsen weiter steige. Sie würden erwarten, dass der Renditebeitrag der Dividenden über dem historischen Durchschnitt liegen werde, da bei vielen Aktien die Dividendenerträge bereits weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen. (Stand vom 31.03.2022) (21.04.2022/fc/a/f)





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