DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 04/2019-Bericht, deutlich positive Wertentwicklung - Fondsanalyse


11.06.19 10:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte hätten auch im April ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen können. Überraschend positive Konjunkturdaten aus China, das robuste Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal, die sechsmonatige Verlängerung für den Brexit sowie ein besser als befürchteter Start in die Quartalberichtssaison hätten vorübergehend sogar zu einem neuen Allzeithoch im S&P 500-Index geführt. Auf Sektorebene hätten vor allem zyklische Sektoren von dem positiven Aktienumfeld profitieren können.

So seien der IT-Sektor, Industrie- und Finanzwerte und der zyklische Konsumbereich am stärksten gestiegen, aber auch der defensivere Telekommunikationssektor habe zu den besten Sektoren gehört. Demgegenüber sei die Wertentwicklung im Versorgerbereich und im Gesundheitssektor sogar leicht negativ gewesen. Auf regionaler Ebene habe der deutsche Aktienmarkt mit seiner stärker zyklischen Ausrichtung zu den besten Aktienmärkten gehört, aber auch die amerikanische Börse habe erneut überdurchschnittlich zulegen können. Schwächer hätten dagegen einige Schwellenländermärkte insbesondere in Südamerika und Osteuropa tendiert, zu denen der Fonds allerdings kein Exposure habe.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, guten Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Telekommunikation, Gesundheit und Versorger. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien Positionen u.a. in dem Hersteller von elektronischen Konnektoren TE Connectivity, der amerikanischen Motorola Solutions, dem amerikanischen Medizintechnikkonzern Medtronic, dem japanischen Reifenhersteller Bridgestone sowie dem dänischen Enzymproduzenten Novozymes aufgestockt worden. Verkauft worden seien dagegen die Aktien von Osram und die Position in dem US-Medizintechnikunternehmen Abbott Laboratories seien reduziert worden.

Die Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat mit 2,3% deutlich positiv gewesen, wenn auch nicht so stark wie die breiten globalen Aktienmärkte. Dies habe vor allem an der defensiveren sektoralen Ausrichtung des Fonds mit der Übergewichtung des Nicht-zyklischen Konsumbereichs, Versorgern und dem Gesundheitssektor sowie der gehaltenen Liquidität gelegen. Positiv sei dagegen das Untergewicht im Immobiliensektor gewesen. Auf Ebene der Titelselektion hätten sich die Positionen in dem Halbleiterunternehmen Infineon, dem US-amerikanischen Industrieunternehmen Ingersoll-Rand, dem Hersteller von elektronischen Konnektoren TE Connectivity sowie der norwegischen Versicherung Gjensidige am besten entwickelt. Negativ seien dagegen vor allem Aktien aus dem Gesundheitssektor wie Merck & Co, Pfizer und Novo-Nordisk gewesen.

Konjunkturelle Frühindikatoren sowie die angelaufene Berichtssaison der Unternehmensergebnisse würden noch nicht darauf hindeuten, dass die weltweite Konjunkturdynamik im Jahresverlauf bereits wieder deutlich an Dynamik gewinnen werde. Zudem sehe sich die Weltwirtschaft mit dem wieder in den Blickpunkt gerückten Handelskonflikt zwischen den USA und China und dem Streit um das iranische Atomabkommen einer Reihe von politischen Risiken ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund hätten sich die Gewinnwachstumserwartungen der Unternehmen für dieses Jahr deutlich abgeschwächt. In einem Umfeld fallender Wachstumsraten hätten sich defensive Dividendenstrategien historisch im Vergleich zum breiten Aktienmarkt relativ gut entwickelt. Dividenden sollten außerdem einen proportional höheren Beitrag zum Gesamtertrag leisten. Für risikobewusste Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden daher aus Sicht des Fondsmanagements insbesondere Dividendenaktien weiterhin attraktiv bleiben. (Stand vom 30.04.2019) (11.06.2019/fc/a/f)





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