DWS Deutschland-Fonds: Auf "Made in Germany" setzen - Fondsanalyse


25.07.18 10:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Über 13 Prozent hat der DAX in den Kursturbulenzen im ersten Quartal 2018 verloren, so die Experten von DWS im Kommentar zum DWS Deutschland, DWS Investa und DWS Aktien Strategie Deutschland LC.

Damit sei er einer von mehreren Aktienmärkten, die seit dem Jahreswechsel nicht mehr an die Performance des letzten Jahres anknüpfen könnten. Doch es gebe einige Gründe, die eine moderat positive Einschätzung für deutsche Titel nahelegen würden. Fünf Fakten, die für deutsche Aktien sprechen könnten, trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie einem weit fortgeschrittenen Konjunkturzyklus, hätten politischen Risiken und einer nicht mehr so lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank erhöht.

1. Fakt: Deutsche Aktien seien fair bewertet

Nach fast zehn Jahren Börsenhausse würden die weltweiten Indices vielerorts nicht nur neue Höchststände erreichen, sondern würden auch immer teurer. Die Aktienbewertungen in den USA beispielsweise seien, gemessen am Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), historisch hoch. In Deutschland hingegen liege der DAX mit einem KGV von rund 13 sogar unter dem Durchschnitt seit 2008. Das spreche dafür, dass der deutsche Aktienmarkt noch nicht heiß gelaufen sei, und die Kurse noch weiter Potenzial haben könnten.

2. Fakt: Intakter Gewinntrend und reichlich Dividenden

Eine Bedingung für steigende Kurse seien in der Regel steigende Gewinne der Unternehmen. Hier stünden die Zeichen gut, auch wenn die Gewinne wohl nicht mehr so stark wachsen würden wie in der Vergangenheit. So würden die Experten der DWS damit rechnen, dass die Gewinne je Aktie im DAX in den kommenden zwölf Monaten durchschnittlich um sieben Prozent steigen würden. Steigende Gewinne wiederum würden die Möglichkeit für steigende Dividendenzahlungen schaffen. Bereits in diesem Jahr hätten die deutschen Aktiengesellschaften viel Geld ausgeschüttet. Die Gesamtausschüttung aller DAX-Konzerne habe mit 35,8 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert erreicht.

3. Fakt: Viele Weltmarktführer - auch in der zweiten Reihe

Viele deutsche Konzerne würden im globalen Wettbewerb über eine dominante Marktposition verfügen, gerade börsennotierte Unternehmen aus der zweiten Reihe: Sowohl im MDAX, SDAX und TecDAX gebe es eine beachtliche Anzahl von Unternehmen, die in ihren jeweiligen Nischen Weltmarktführer sei. So entstehe ein Umfeld wachstumsstarker Nebenwerte mit guten Ertragsaussichten.

4. Fakt: "Made in Germany" sei weltweit gefragt

Deutschland sei Exportweltmeister und profitiere von anhaltender Nachfrage nach deutschen Produkten. Wie gut der Ruf deutscher Produkte sei, beweise der Made-in-Country-Index des Statistik-Portals Statista. Eine weltweit durchgeführte Umfrage habe ergeben, dass "Made in Germany" das stärkste Qualitätslabel für Waren und Dienstleistungen sei. Vor allem in Asien wachse die Nachfrage nach deutschen Produkten. Die dort immer größer werdende Mittelschicht sowie die insgesamt höheren Einkommen dürften das Exportgeschäft Deutschlands auch in der Zukunft weiter unterstützen.

5. Fakt: Das globale Wachstum sei weiter intakt

Trotz steigender Skepsis angesichts der politischen Auseinandersetzungen und drohenden Alleingängen einiger Staaten zeige sich die globale Weltwirtschaft weiterhin in einer guten Verfassung. Der globale Einkaufsmanagerindex signalisiere mit einem Punktestand von 54 (Mai 2018) weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung. Die Wachstumsprognosen des Bruttoinlandproduktes (BIP) für 2018 und 2019 der DWS für die Eurozone, USA und Asien würden ebenfalls keine großen Korrekturen nach unten zeigen. Als Exportnation profitiere Deutschland ganz besonderes von einer robusten Weltwirtschaft. (Ausgabe vom 23.07.2018) (25.07.2018/fc/a/f)






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