DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 09/2020-Bericht, Aktienportfolio reduziert - Fondsanalyse


20.11.20 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Zum ersten Mal seit Beginn der Erholungsbewegung im April hätten die globalen Aktienmärkte im September einen Monat mit Kursverlusten beendet. Während sich die positiven Trends bezüglich der wirtschaftlichen Indikatoren überwiegend fortgesetzt hätten, hätten erneut anziehende Covid-19-Neuinfektionszahlen sowie der Streit über ein weiteres Fiskalprogramm in den USA für Verunsicherung gesorgt.

Nach den enormen Kursanstiegen der Vormonate sei es bei Technologiewerten zu teils kräftigen Gewinnmitnahmen gekommen. Energie- und Finanzwerte hätten sich am schwächsten entwickelt, wohingegen z.B. Versorger- und Industrietitel hätten zulegen können. Unter dem Strich habe der MSCI Welt Index etwa 1,5% (in Euro) verloren. Staatsanleiherenditen in den USA und Europa seien leicht rückläufig gewesen, während steigende Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen für Kursverluste gesorgt hätten.

Im September sei das zugrunde liegende Aktienportfolio von 53% auf 51% des Fondsvolumens reduziert worden. Aktien seien nach wie vor die bevorzugte Wahl innerhalb chancenorientierter Anlagen. Durch die teilweise Auflösung einiger Absicherungen (+2%) bleibe das Portfolio mit einer Netto-Aktienallokation von rund 35% vorsichtig aufgestellt. Auf sektoraler Basis sei der Fonds etwas weg von Titeln aus dem Bereich Kommunikationsdienste verlagert worden. Der Rücksetzer im IT-Bereich sei genutzt worden, um selektiv Positionen in diesem Sektor hinzuzufügen.

Zudem sei die Allokation in den Bereichen Banken und Energie erneut reduziert worden. Der Schwerpunkt auf strukturellem Wachstum, defensiven Positionen und einem gewissen Anteil zyklischer Aktien sei beibehalten worden. Sowohl die Anleihen- als auch die Goldpositionen des Portfolios hätten sich im September kaum verändert. Der Kassebestand sei angestiegen und betrage nun 23,6%. Nach Reduzierungen in den letzten Monaten seien die Fremdwährungspositionen im Fonds nach wie vor sehr begrenzt. Insbesondere die US-Dollar-Quote liege mit rund 4% auf einem niedrigen Niveau.

Vor diesem Hintergrund habe DWS Concept Kaldemorgen im September -1,47% (FC-Anteilsklasse) verloren. Dementsprechend sei die Performance seit Jahresbeginn auf -4,36% zurückgegangen. Der Fonds habe rund -1,50% (in lokaler Währung) aus dem zugrunde liegenden Aktienportfolio verloren. Größte Verlierer seien Aktien aus dem Gesundheits- und Kommunikationssektor gewesen, während Basiskonsumgüter und Industriewerte sogar einen leicht positiven Beitrag geleistet hätten. Vor allem die Halbleiterhersteller hätten gegen den allgemeinen Trend leichte Gewinne gezeigt.

Nachdem die Wertentwicklung in den letzten Monaten durch Absicherungsgeschäfte über Aktienindex-Futures etwas gebremst worden sei, hätten sich diese im September während des Marktrückgangs ausgezahlt (ca. +0,40%). Aufgrund der reduzierten Allokation des Fonds in Anleihen (sowohl Unternehmens- als auch Staatsanleihen) sei der Gegenwind durch die Ausweitung der Risikoaufschläge nur marginal gewesen (-0,10%). Auch die Goldposition habe sich leicht negativ auf die Performance ausgewirkt (-0,2%). Ein Währungseffekt sei unter Berücksichtigung von Absicherungsgeschäften im Laufe des Monats kaum spürbar gewesen.

Der September habe gezeigt, dass die Finanzmärkte trotz der starken Erholung seit Ende März nach wie vor anfällig für temporäre Rückschläge seien. Eine zweite Welle an Covid-19-Neuinfektionen und die anstehenden US-Wahlen seien nur einige der Risikofaktoren, die Unsicherheit an den Finanzmärkten verursachen würden. Die Sorgen um die Konzentration des Marktes auf einige wenige hochkapitalisierte Aktien aus dem Bereich Digitalisierung seien am Monatsanfang durch deren Rücksetzer untermauert worden. Langfristig würden bei chancenorientierten Anlagen weiterhin Aktien aufgrund besserer Renditeperspektiven gegenüber Unternehmensanleihen bevorzugt. Staatsanleihen der Industrieländer dürften sich beim aktuellen Zinsniveau kaum als Renditetreiber eignen, auch ihre Rolle als Diversifikator im Portfolio sei auf dem aktuellen Bewertungsniveau eingeschränkt. Gold sollte jedoch perspektivisch seine Funktion als Stabilitätsanker behalten. (Stand vom 30.09.2020) (20.11.2020/fc/a/f)






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