DWS Concept Kaldemorgen LC-Fonds: 01/2021-Bericht, Anleiheanteil aufgestockt - Fondsanalyse


23.02.21 15:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Concept Kaldemorgen LC ist ein Multi-Asset-Fonds mit integriertem Risikomanagement, so Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager bei DWS.

Durch die flexible Allokation von Aktien und Anleihen in Verbindung mit dem Einsatz von Währungs- und Absicherungsstrategien solle die risikoadjustierte Rendite langfristig maximiert werden. Das Fondsmanagement strebe eine angemessene Beteiligung an steigenden Märkten und einen gewissen Schutz des Kapitals bei fallenden Märkten an. Die Schwankungsbreite des Fondsanteilswertes und mögliche Verluste in einem Kalenderjahr sollten im einstelligen Prozentbereich gehalten werden (keine Garantie).

Die Aktienmärkte hätten sich im Januar vor allem regional sehr unterschiedlich entwickelt. Während der MSCI Welt in Euro +0,4% habe zulegen können, habe der MSCI All Country World Index +1,0% gewonnen. Dies habe vor allem an den starken Kursgewinnen chinesischer Aktien mit +6,5% gelegen. Lateinamerika habe hingegen Kurseinbußen von -6% verkraften müssen. Auch europäische Aktien hätten den Monat mit -1,1% beendet, der DAX sogar mit Verlusten von -2,1%. Der S&P 500 habe bei knapp +1% gelegen, der NASDAQ bei etwa +2%. Hier müsse man allerdings den Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Euro in Höhe von +1,3% berücksichtigen.

Auf Sektorenebene hätten Energietitel mit +2,5%, sowie das Gesundheitswesen und Kommunikation mit +1,8% punkten können. Auf der Verliererseite hätten defensive Konsumtitel mit -3,2% sowie Industrieaktien mit -1,8% gestanden. Defensive und zyklische Titel hätten also eher zu den Verlierern gezählt, während Wachstumswerte weiter gesucht gewesen seien. Die Rohstoffseite habe sich ebenfalls gemischt gezeigt. Öl sei um über +9% gestiegen und Industriemetalle hätten ebenfalls leicht zulegen können, während Gold in US-Dollar -2,2% und in Euro knapp -1% verloren habe. Auf der Rentenseite habe es im Januar Kursverluste in Europa und den USA zu verzeichnen gegeben. Besonders markant seien die Verluste der 30-jährigen US-Staatsanleihen mit Kurseinbußen von -4% gewesen. Die 100-jährige österreichische Staatsanleihe habe gar -6,6% verloren.

Die Experten würden bei ihrer Aktienauswahl auf Diversifikation setzen, wobei ein Drittel des Aktienportfolios auf Wachstumsaktien und etwa 20% auf Infrastrukturwerte entfallen würden. Der Rest teile sich auf in zyklische und defensive Aktien. Die ex-ante-Volatilität des Fonds werde weiter durch die Höchstmarke von 10% begrenzt. Der Aktienanteil liege brutto bei etwa 54% und habe sich netto zuletzt um etwa 44% bewegt. Der Anteil der Kasseposition werde perspektivisch leicht unter 15% gehalten, wobei der Anleiheanteil zuletzt durch kurzlaufende US-Dollar-denominierte Anleihen der KFW aufgestockt worden sei. Die Entwicklung des US-Dollars sei zuletzt etwas positiver eingeschätzt worden, sein Anteil habe am Monatsende bei über 11% gelegen.

Der DWS Concept Kaldemorgen habe im Januar mit einem Plus von +1,25% (FC Anteilsklasse) sogar besser abschneiden können als der MSCI All Country World Index mit +1%. Das Aktienportfolio habe in lokaler Währung einen Beitrag von 66 BP geliefert und entsprechende Absicherungsgeschäfte weitere 18BP, sodass der Nettobeitrag der Aktien 84 BP betragen habe. Allein Taiwan Semiconductor, die größte Aktienposition des Fonds, habe 40 BP zur Wertentwicklung beigesteuert. Auf der Anleihenseite hätten vor allem die Short-Positionen auf langlaufende US-Staatsanleihen mit 17 BP zum Ergebnis beitragen können. Durch den Anstieg des US-Dollars hätten die Währungspositionen nach Abzug der Absicherungsgeschäfte netto einen Beitrag von 30 BP gezeigt.

Die Experten würden bei ihrer Einschätzung bleiben, dass die wichtigsten Zentralbanken die Zinsen noch weit über das Jahr 2021 unverändert lassen würden, selbst wenn die Inflationsraten die gesteckten Zielmarken übersteigen sollten. Dieses Umfeld fördere an den Finanzmärkten "per se" die Umschichtung von Anleihen und Guthaben in Aktien. Defensive Aktien und Infrastrukturwerte (Versorger, Telekommunikation) sollten im Vergleich zu Anleihen den Anlegern eine vernünftige Dividendenrendite bringen, während sich für Wachstumsaktien weitere Bewertungsspielräume nach oben ergeben würden. Eine gewisse Gratwanderung könnte aus dem schleppenden Impfverlauf sowie dem Auftreten von Virusmutationen resultieren. Das Licht am Ende des Tunnels werde dadurch leider nicht heller und die damit einhergehende Unsicherheit könnte kurzfristig weiter für hohe Schwankungen am Aktienmarkt sorgen. (Stand vom 31.01.2021) (23.02.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
154,56 € 153,567 € 0,993 € +0,65% 09.03./11:37
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0599946893 DWSK00 155,59 € 131,91 €