DNCA Invest - Value Europe-Fonds: 10/2019-Bericht, Performance von +13,00% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


02.12.19 10:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Zahlreiche politische Vorkommnisse sowie der Startschuss zu den Quartalsberichten der Unternehmen für das 3. Quartal hätten den Monat Oktober gekennzeichnet. Das Brexit-Feuilleton setze sich weiter fort und gehe nunmehr bis zum 31. Januar 2020 in Verlängerung. In der Zwischenzeit könnten die Wahlen in Großbritannien am 12. Dezember dem aktuellen Premierminister eine Mehrheit bieten, der dann das Abkommen mit der Europäischen Union abschließen könnte. Diese Entwicklungen würden dafür sorgen, dass die Ungewissheiten noch bis zum Jahresende zunehmen dürften.

Seitens der EZB sei zu vermelden, dass Mario Draghi nunmehr sein Amt an Christine Lagarde abgegeben habe, doch scheine eine Lockerung der aktuellen Geldpolitik auf kurze Sicht nicht denkbar zu sein. Die Europäische Zentralbank erinnere immer wieder daran, dass seitens der Regierungen haushaltspolitische Anstrengungen sowie Strukturreformen erforderlich seien, um die Maßnahmen der Zentralbank abzulösen. Die Inflation liege in der Eurozone nach wie vor unterhalb der 2%-Schwelle. Die Indikatoren für die Industrieproduktion der Eurozone hätten sich im September unverändert auf einem niedrigen Niveau (45,7) bewegt und seien in den Vereinigten Staaten erstmals unter die Schwelle von 50 (47,8) gefallen. Die Handelsverhandlungen zwischen den USA und China würden zwar nach wie vor schwierig verlaufen, doch hätten die USA beschlossen, die ab dem 15. Oktober anwendbaren Strafzölle in Höhe von 250 Mrd. USD auszusetzen, und China habe flexiblere Standpunkte in Bezug auf die Importe von Agrarprodukten eingenommen.

Die bisher von den Unternehmen veröffentlichten Ergebnisse würden uneinheitlich ausfallen und die Anleger würden jegliche Enttäuschung scharf sanktionieren. Der Sektor Nahrungsmittel/Getränke habe im Berichtsmonat 5,6% eingebüßt. Die bedeutendsten Korrekturen seien bei Abi (-17%), Danone, Heineken und Diageo zu verzeichnen gewesen. Die Medien (-1,1%) und der Energiesektor (-1,6%) hätten schlechter abgeschnitten, als der Index, der seinerseits im Berichtsmonatsverlauf um 0,9% zugelegt habe. Bei den Branchen, die besonders starke Performancebeiträge geleistet hätten, habe sich der Automobilsektor als der große Gewinner erwiesen (Kursanstieg von 6,9% im Monatsverlauf). Der Kurs von Renault habe um 13% korrigiert, nachdem der Konzern seine Margenaussichten und die Cashflow-Generierung nach unten revidiert habe. Dagegen habe Fiat Chrysler (+17%) von dem Interesse profitiert, das PSA für den Konzern angemeldet habe. Seit September sei es an den Märkten zu einer leichten Stilrotation in Richtung "Value" gekommen, doch würden das Bewertungsgefälle und die Performanceabweichungen erheblich bleiben.

DNCA Invest Value Europe habe keine größeren Änderungen im Portfolio vorgenommen. Wacker Chemie (+16,75%), TUI (+9,75%) und Nexans (+7,60%) hätten einen positiven Performancebeitrag geleistet, während FLSmidth (-19,66%), Publicis (-14,56%) sowie TF1 (-6,64%) die Performance des Fonds belastet hätten. TUI habe von dem Konkurs von Thomas Cook profitiert (20% der Kapazität zwischen Deutschland und Großbritannien), während Nexans vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse die ersten Früchte seiner Restrukturierung habe vermelden und davon profitieren können.

Unter den Schlusslichtern habe sich erneut Publicis befunden. Das Unternehmen habe in Bezug auf seine Wachstumsaussichten enttäuscht, auch wenn die Marge und die Cash-Generierung unverändert hoch ausfallen würden. Hinzu komme, dass die Marktteilnehmer in Bezug auf die Wertschöpfung, die sich aus der Akquisition von Epsilon in den Vereinigten Staaten ergeben solle, Zweifel hegen würden.

FLSmidth, ein Wert, den der Fonds kürzlich ins Portfolio aufgenommen habe, habe seine Zielvorgaben für 2019 gesenkt (Marge von 9% auf 8%) und dies mit Schwierigkeiten in der Geschäftssparte Bergbau (Mining) erklärt: Die Kunden würden mit der Schwierigkeit kämpfen, neue Konzessionen zu unterzeichnen, die Marge der aktuellen Verträge sei geringer als geplant und die Gruppe habe Rückstellungen für künftige Restrukturierungsaufwendungen bilden müssen. FLSmidth sei mit 8,4x EBITDA und 9,4% der FCF-Rendite 2020 schwach bewertet. (Stand vom 31.10.2019) (02.12.2019/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
196,21 € 194,34 € 1,87 € +0,96% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0284396016 A0MMD8 196,52 € 166,74 €