Classic Global Equity- und Classic Value Equity-Fonds: Monte dei Paschi di Siena deutlich unterbewertet - Fondsanalyse


07.07.17 12:00
Classic Funds Management AG

Triesen (www.fondscheck.de) - Die italienische Großbank Monte dei Paschi di Siena (MPS), an der der Classic Global Equity Fund und der Classic Value Equity Fund über nachrangige Obligationen beteiligt sind, ist auf Sanierungskurs, sagt Georg von Wyss, Portfoliomanager der Value-Fonds von der Classic Funds Management AG.

Die EU-Kommission habe bis zu 5,4 Milliarden Euro als Finanzhilfe gebilligt, mit deren Hilfe Italiens viertgrößte Bank wieder wettbewerbsfähig gemacht werden solle. Aktionäre und Besitzer nachrangiger Anleihen müssten im Rahmen des "Burden-Sharings" 4,3 Milliarden Euro zur Sanierung beisteuern.

Der Sanierungsplan sehe vor, dass notleidende Kredite in Höhe von 26,1 Milliarden Euro verbrieft würden. Der riskantere Teil werde vom Banken-Rettungsfonds Atlante erworben, wobei MPS rund 4 Milliarden Euro abschreiben müsse. Des Weiteren sollten über die nächsten fünf Jahre 600 von insgesamt 2.000 Filialen geschlossen und 5.500 von 25.500 Arbeitsplätzen abgebaut werden. Ziel von Bankchef Marco Morelli sei es, bis zum Jahr 2021 eine Kernkapitalquote von 14,7% zu erreichen und einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro zu erwirtschaften.

"Für die Besitzer nachrangiger MPS-Anleihen (Tier-2-Obligationen) ist ein obligatorischer Umtausch in Aktien vorgesehen", erkläre von Wyss, "sodass diese künftig im ersten Schritt rund 40% der Bankanteile halten werden." Der italienische Staat erhalte - zu besseren Konditionen als die Anleihebesitzer (der Abschlag auf den Konversionspreis betrage 25%) - 54% der Aktien. Die restlichen 6% würden die bisherigen Aktionäre und die Besitzer von Tier-1-Anleihen halten. Nach Entschädigung der Kleinanleger dürfte der staatliche Anteil an MPS bis zu 70% betragen.

"Durch den Verkauf der notleidenden Kredite und die damit verbundenen Abschreibungen kann MPS seine Bilanz bereinigen und wird in Zukunft im Vergleich zu den anderen Italienischen Banken sehr gut aufgestellt sein", betone der Portfoliomanager. "Überdies will sich MPS auf das Geschäft mit Privatkunden und kleinen und mittelgroßen Geschäftskunden konzentrieren und das Großkundengeschäft deutlich reduzieren."

Georg von Wyss und sein Managementteam würden den Wert der ältesten Bank der Welt auf 8,5 bis 9,0 Milliarden Euro schätzen. "Das entspricht einem rechnerischen Anleihekurs von rund 90%", beziffere er. "Doch trotz der Kurssprünge in den letzten Tagen notieren die Anleihen noch immer unter 50%. Sie bleiben also für den langfristigen Investor ein unkonventioneller aber sehr günstiger Weg, in MPS-Aktien zu investieren." Der erklärte Value-Investor weise zudem darauf hin, dass es im Rahmen der Gesundung der Bank noch positive Überraschungen geben könnte: "Der Sanierungsplan ist konservativ ausgelegt", schließe Georg von Wyss.

Der Classic Global Equity Fund wie auch der Classic Value Equity Fund seien in erster Linie für langfristig orientierte Anleger konzipiert, die über mehrere Jahre hinweg nachhaltig Kapital bilden möchten. Da bei Aktien Rückschläge von über 30% nie auszuschließen seien, sollte der Anlagehorizont mindestens sieben Jahre betragen, um eine Erholung abwarten zu können. (07.07.2017/fc/a/f)





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