Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertrückgang von 1,0% - Fondsanalyse


29.10.20 09:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Entrepreneur Europe Small-Fonds (ISIN LU0631859229 / WKN A1JG2G, B EUR) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in kleinkapitalisierte, europäische eigentümergeführte Unternehmen diversifizieren wollten. Der Fonds weise die typischen Risiken auf, die sich aus Aktienanlagen in europäischen Small Caps ergeben würden.

Der Fonds investiere in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit min. 20% der Stimmrechtsanteile maßgeblich beeinflusst würden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen - fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur - würden zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung führen und sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Management-Team identifiziere mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung und konstruiere aus 40 bis 50 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.

Europäische Small and Mid Caps hätten den September gemessen am MSCI Europe Small Cap ex-UK 0,8% fester beendet (vs. STOXX 600 -1,4%). Die Stimmung sei durch steigende COVID-19-Infektionen beeinträchtigt worden, die eine breite Wiedereröffnung verzögere. Während Makrodaten weiterhin verhältnismäßig robust ausgefallen seien, habe das Fehlen weiterer fiskalpolitischer Maßnahmen Sorgen über die Dynamik der Erholung genährt. Der PMI-Index der Eurozone sei um 1,8 Punkte auf 50,1 gefallen, mit einem schwachen Dienstleistungssektor, während der Produktionssektor weiter habe anziehen können. In politischer Hinsicht würden die US-Wahlen nach wie vor den größten Unsicherheitsfaktor darstellen. Auf Sektorebene sei die Rotation in Zykliker teilweise zum Stillstand gekommen. Immobilien (+3,2%), Basiskonsumgüter (+1,6%) und Medien (+7,8%) hätten die beste Wertentwicklung geboten, während Energie (-8,7%), Finanzen (-5,9%) und Nicht-Basiskonsumgüter (-3,4%) am schlechtesten performt hätten.

Vor diesem Hintergrund habe der Fonds 1,0% (EUR/B-Anteile) nachgegeben, womit er 170 Bp hinter der Benchmark zurückgeblieben sei. Die Performance seit Jahresbeginn summiere sich auf 2,1% und liege damit 450 Bp über dem Vergleichsindex. Die größten Verlustbringer im Berichtsmonat seien S&T (-23,5%), Asetek (-10,4%) und Zur Rose (-10,4%) gewesen S&T, Anbieter von IoT-Lösungen, sei nach einer Verkaufsempfehlung einer britischen Research-Boutique mit einem sehr niedrigen Kursziel von EUR 6 eingebrochen. Die Experten der Bellevue Asset Management AG haben keinen Zugriff auf den Bericht, unterziehen die Position jedoch einer Überprüfung und haben ihre Gewichtung reduziert.

Asetek (ytd +180%) habe im September konsolidiert. Das Unternehmen befinde sich weiterhin auf Erfolgskurs. Die PC-Sparte profitiere von der wachsenden Beliebtheit flüssiger Kühlsysteme, auch unter Gamern, zudem verzeichne die Server-Sparte wegen des Drucks zur Reduzierung des Energieverbrauchs endlich eine Nachfragesteigerung. Zur Rose habe ebenfalls nach einer bisher starken YTD-Performance (+130%) unter Gewinnmitnahmen gelitten. Das Potenzial für strukturelles Wachstum sei intakt, unterstützt durch die steigende Durchdringung des deutschen Online-Apotheken-Marktes.

Top 3 im Monat seien Invisio (+13,7%), Rovi (+11,7%) und Alten (+11,5%) gewesen. Invisio, der Hersteller professioneller Headsets, habe einen vielversprechenden Erstauftrag von der amerikanischen SFAB erhalten, der sich als Türöffner für weitere größere Verträge mit einem geschätzten möglichen Volumen von SEK 300 bis 400 Mio. erweisen könnte. Der pharmazeutische Spezialist Rovi habe von Brokerberichten profitiert, welche die positive Wachstumsdynamik und das Margenpotenzial des Unternehmens hervorheben würden. Während ihres jüngsten Managementgesprächs bestätigte man den Experten der Bellevue Asset Management AG das Wachstum der Heparin-Plattform inmitten von COVID-19, derweil sich Doria (Schizophrenie) und Letrozol ISM (Brustkrebs) auf mittlere Sicht als weitere strukturelle Wachstumstreiber erweisen dürften. Zusätzliche Neuigkeiten zu Rovis Partnerschaft mit Moderna sollten zeitnah die weitere Performance der Aktie vorantreiben.

Alten habe ermutigende H1-Zahlen vorgelegt, gekennzeichnet durch eine besser als erwartete EBIT-Marge von 6,1% und eine ausgezeichnete Cashflow-Generierung, die das strikte Kostenmanagement unterstreichen würden. Die Bereitschaft von Altens CEO, wieder nach Akquisitionen Ausschau zu halten, bewerten die Experten der Bellevue Asset Management AG als positiv. In Anbetracht einer Normalisierung der Marge bei 10% bis 2022 würden sie Potenzial für Anhebungen der Konsensschätzungen sehen.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG partizipierten am Börsengang von Knaus Tabbert, was ihnen einen interessanten Zugang zum wachsenden Freizeitfahrzeugmarkt lieferte. Wohnmobile und Wohnwagen würden sich einer gestiegenen Nachfrage erfreuen, da sich Verbraucher von lokaleren und umweltfreundlicheren Outdoor-Aktivitäten angezogen fühlen würden. Die Experten hätten eine Position in Flughafen Zürich eröffnet, der irgendwann von einem Anstieg europäischer Kurzstrecken- und Urlaubsausflüge profitieren dürfte. Die positive Entwicklung der Immobiliensparte, die nicht auf den Flugverkehr angewiesen sei, sollte sich als gute Absicherung nach unten erweisen.

Ferner ergänzten die Experten der Bellevue Asset Management AG das Portfolio um Mediaset España, das neben attraktiven Margen auch durch seine Netto-Cashposition überzeugt, was eine normalisierte Dividendenrendite von mehr als 10% sicherstellt. Der spanische TV-Anzeigenmarkt erhole sich dank des steigenden Fernsehkonsums rasch, was angesichts des derzeit niedrigen EBIT21E von 4,4x zu einer Neubewertung der Aktie führen sollte. Mediaset España stelle darüber hinaus eine mögliche Rolle in einer weiteren Konsolidierung der europäischen TV-Landschaft dar. (Stand vom 30.09.2020) (29.10.2020/fc/a/f)






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