Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services-Fonds: 08/2020-Bericht, Wertanstieg von 1,6% - Fondsanalyse


24.09.20 13:00
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der Bellevue (Lux) BB Adamant Medtech & Services (ISIN LU0415391431 / WKN A0RP23, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren, die ihr Portfolio gezielt durch Anlagen im Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektor diversifizieren wollten und bereit seien, die für diesen Sektor üblichen Aktienrisiken zu tragen.
Der Fonds investiere weltweit in Aktien von Unternehmen des Medizintechnik- und Gesundheitsdienstleistungssektors. Der Fonds erschließe dem Investor ein attraktives Investment in den Healthcare-Sektor, ohne dabei in Medikamentenhersteller zu investieren. Erfahrene Branchenspezialisten würden auf profitable, liquide Mid- und Large-Cap-Unternehmen, die bereits über ein reiferes Produktportfolio verfügen würden, wie auch auf Small Caps, welche über ein technologisch innovatives Produktangebot verfügen würden, fokussieren. Die Titelauswahl basiere auf fundamentaler Unternehmensanalyse, wobei insbesondere der medizinische Nutzen, das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen sowie das erwartete Marktpotenzial der entsprechenden Produkte und Services vertieft untersucht würden. Die Selektion der Unternehmen erfolge Bottom-up, unabhängig von Benchmark-Gewichtungen.

Im August habe der globale Aktienmarkt (MSCI World Net +5,3%) eine starke Entwicklung gezeigt. Der Medizintechniksektor (MSCI World Healthcare Equipment & Supplies +1,6%) und der BB Adamant Medtech & Services Fonds (+1,6%) hätten ebenfalls deutlich an Wert zugelegt und den breiten Gesundheitsmarkt (MSCI World Healthcare Net +0,7%) übertreffen können.

Nachdem die meisten Medizintechnikunternehmen bereits im Vormonat positive Quartalsergebnisse publiziert hätten, habe im August auch der Branchenleader Medtronic (+10,0%) bessere Quartalszahlen gemeldet als erwartet. Da bei Medtronic die Quartalsberichterstattung um einen Kalendermonat verschoben sei, habe der Kapitalmarkt einen weiteren Datenpunkt (Juli) bekommen, der zeige, dass sich die verschiebbaren Eingriffe schneller als erwartet erholen würden und die Operationsvolumen bereits wieder auf 85 bis 90% des Vorjahresniveaus lägen. Dies habe auch den Aktienkursen diverser großer Medizintechnikunternehmen zu Avancen verholfen: Edwards Lifesciences (+8,1%), Abbott (+7,4%) und Boston Scientific (+5,0%) hätten positiv zur Portfolioperformance beigetragen.

Der Aktienkurs von Abbott sei zusätzlich von der Zulassung seines neuen COVID-19-Antigentest "BinaxNOW" beflügelt worden. Der Schnelltest könne dezentral, z.B. in Arztpraxen, Schulen oder am Arbeitsort durchgeführt werden. Der Test werde von Abbott zum Preis von USD 5 an die US-Regierung verkauft und liefere das Ergebnis in etwa 15 Minuten. In der Folge seien die Aktienkurse von Diagnostikanbietern, wie z.B. Hologic (-15,5%), Becton Dickinson (-14,8%), Quest Diagnostics (-13,6%) oder LabCorp (-10,1%), unter Abgabedruck geraten. Während Becton Dickinson auch operativ die Erwartungen der Investoren enttäuschte, rechnen die Experten der Bellevue Asset Management AG bei Hologic mit keinem nennenswerten negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf durch Abbott's Antigentest.

Der Investment Case der US-Krankenversicherer (MCOs) habe sich im August weiter verbessert. Am Parteikonvent der Demokraten sei Joe Biden als offizieller Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Im Vorfeld habe er sich für die gemäßigte kalifornische Senatorin Kamala Harris als "Running Mate" in seinem Wahlkampf entschieden. Dies habe für einen Kursanstieg bei den US-Krankenversicherer wie z.B. Humana (+4,4%), UnitedHealth (+1,9%) und Anthem (+1,5%) gesorgt, hätten doch Investoren zuvor auch die Möglichkeit gesehen, dass sich Joe Biden für die Befürworterin einer Einheitskrankenkasse, Elisabeth Warren, entscheiden könnte. Die Bewertung der Versicherer weist weiterhin einen deutlichen Abschlag zum Gesamtmarkt auf und die Experten der Bellevue Asset Management AG erwarten, dass sich spätestens nach der US-Präsidentschaftswahl im November der Bewertungsabschlag deutlich reduzieren dürfte.

In den letzten drei Monaten habe in zahlreichen Ländern (z.B. in den USA) ein Wiederanstieg von Coronavirus-Infektionen festgestellt werden müssen, was die vollständige Wiedereröffnung der Wirtschaft hinausziehen dürfte. Zuverlässige Prognosen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft seien nach Erachten der Experten weiterhin schwierig. Sie würden davon ausgehen, dass sich der Medtech-&-Services-Sektor aufgrund der nichtzyklischen Nachfrage in einem anspruchsvollen Wirtschaftsumfeld besser entwickeln sollte. Dies auch dank dem zusätzlichen Wachstumsschub, welcher durch die während der Coronakrise aufgeschobenen Behandlungen ermöglicht werde.

Die besseren Zweitquartalsergebnisse als erwartet und die fortgesetzte Erholung im August bei den verschiebbaren Eingriffen sollten dem Medizintechniksektor weiter Auftrieb geben. Auch das Risiko einer "zweiten Welle" sei heute vergleichsweise geringer: Das Gesundheitssystem sei vorbereitet, die Krankenhäuser seien gut organisiert und die Behandlungsabläufe eingespielt. Die aktuellen Infektionsfälle würden auch einen geringeren Schweregrad aufweisen und die Mortalitätsrate sei deutlich gesunken. Bald würden Impfstoffe verfügbar sein, die Infektionen wahrscheinlich nicht total verhindern könnten, aber den Schweregrad der Erkrankung und die Behandlungsdauer deutlich senken würden. Faktoren, welche die Verfügbarkeit der Krankenhauskapazitäten für "normale Eingriffe" im Gesundheitssystem positiv beeinflussen würden.

Der Medtech-&-Services-Sektor werde derzeit mit einem Abschlag von 12% gegenüber dem S&P 500 bewertet (KGV 2021), wobei großkapitalisierte Medizintechnikunternehmen mit einer Prämie von 1% und US-Krankenversicherer mit einem Abschlag von 27% bewertet seien. Aufgrund der unverändert starken langfristigen Fundamentaldaten gehen die Experten der Bellevue Asset Management AG von einem deutlichen Aufwertungspotenzial aus. Der Medtech-&-Services Fonds investiere in den gesamten Gesundheitsmarkt ohne die Medikamentenhersteller. Als vollwertiges Healthcare-Produkt ziele der Fonds darauf ab, bei einem vergleichbaren Risikoprofil eine deutlich höhere Rendite zu erwirtschaften als traditionelle Healthcare-Fonds. Einer der Gründe für den großen Erfolg der Anlagestrategie der Experten sei, dass der Medtech-&-Services Sektor zu den defensivsten Sektoren mit nachhaltigem Outperformance-Potenzial gehöre. (Stand vom 31.08.2020) (24.09.2020/fc/a/f)






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