BNY Mellon Global Short-Dated High Yield Bond Fund: Aktuelles Umfeld günstig für B-Anleihen - Fondsanalyse


11.10.18 11:30
BNY Mellon IM

Brüssel (www.fondscheck.de) - Ein interessanter Trend am europäischen Markt für Hochzinsanleihen war dieses Jahr die gegenüber BB-Anleihen klar überdurchschnittliche Entwicklung von Emittenten aus dem B-Segment, so die Experten von BNY Mellon Investment Management.

Dr. Ulrich Gerhard, Manager des BNY Mellon Global Short-Dated High Yield Bond Fund (ISIN IE00BD5CVV91 / WKN A2DLEZ) und Senior Manager bei Insight Investment - einer Boutique von BNY Mellon IM, erwarte, dass sich dieser auch künftig fortsetzen werde. Die Gründe dafür seien steigende Kupons, Zinsen, niedrige Ausfallraten und ein hoher Anteil an üblicherweise nicht im Segment tätigen Anlegern, die ihre BB-Engagements im Hochzinssegment langsam verringern würden:

Der Blick auf die von Intercontinental Exchange (ICE) bereitgestellten europäischen Hochzinsindizes zeige, dass der B-Index dieses Jahr um 1,56% gestiegen sei, während der BB-Index 0,17% verloren habe. Zudem sei das B-Segment weniger volatil als BB-Titel gewesen.

Diese überdurchschnittliche Entwicklung beruhe zu großen Teilen auf niedrigen Ausfallraten - dank ordentlichen Wachstums und guter Liquidität würden die Unternehmen über solide Fundamentaldaten verfügen. Die Ausfallraten in Europa und den USA lägen fast auf zyklischen Tiefständen und dürften auch zukünftig niedrig bleiben.

Steigende Zinsen würden das BB-Segment wegen der gegenüber B-Anleihen niedrigen Kupons und deutlich höheren Laufzeiten stärker beeinträchtigen. Ein Trend, den man 2018 sowohl in den USA als auch in Europa habe beobachten können.

In den letzten Jahren seien Anleger im Segment Investmentstatus (Investment Grade/IG) gezwungen gewesen, für Renditen ins BB-Segment auszuweichen, weil die Renditen im IG-Segment durch die quantitative Lockerungspolitik der EZB stark geschrumpft oder komplett verschwunden seien. Diese Anleger würden sich mit Hochzinsanleihen in der Regel nicht auskennen. Dadurch seien die BB-Renditen auf nur 2,5% gesunken, während sie im B-Segment bei 4,8% lägen. Bei diesen BB-Renditen würden Anleger aus Sicht der Experten für die Volatilität nicht angemessen entschädigt. Zudem sei die rechtliche Dokumentation bei BB-Anlegern wegen des hohen Anteils an IG-Anlegern geringer als bei B-Papieren.

Die Experten selbst würden derzeit sowohl in EU- als auch in US-Hochzinsanleihen höhere B-Engagements halten und sich bei BBs stark zurückhalten. Anlagen in Unternehmen mit B-Bonität seien arbeitsintensiv und würden detaillierte Kreditanalysen, mithin ein genaues Verständnis des jeweiligen Unternehmens und eine sehr genaue Prüfung der Dokumentation erfordern. Die korrekte Titelauswahl sei nämlich von entscheidender Bedeutung.

Während eines konjunkturellen Abschwungs mit sinkenden Zinsen und steigenden Ausfallquoten würden die Experten BB-Papiere gegenüber B-Anleihen favorisieren. Im aktuellen Umfeld allerdings sei das Risiko/Ertragsprofil von B-Titeln deutlich besser als das von BB-Papieren - sofern die erforderliche Fundamentalanalyse erfolge. (11.10.2018/fc/a/f)





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