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Asiatische Wirtschaft aktuelle Entwicklung


13.11.08 15:01
Franklin Templeton

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - China setzte weitere steuerliche und monetäre Maßnahmen zur Liquiditätssteigerung und Ankurbelung des Wirtschaftswachstums um, berichten die Experten von Franklin Templeton.

Die Zentralbank habe ihre Leit- und Dahrlehenszinsen im Oktober gleich zweimal um 27 Basispunkte gesenkt und die Mindestbarreserven um 50 Basispunkte reduziert. Zudem seien eine Reihe von Maßnahmen zur Stützung des Not leidenden Immobiliensektors und der nationalen Börsen sowie höhere Steuervergütungen beim Export zur Ankurbelung des Handelswachstums angekündigt worden. Außerdem dürften die Devisenreserven in einer Rekordhöhe von 1,9 Billionen USD dem Land dabei helfen, die weltweite Kreditkrise zu überstehen und seine Wirtschaft vor größeren externen Schocks zu schützen.

China habe im Jahresvergleich im dritten Quartal 2008 ein Wachstum von 9,0% verzeichnet, was zwar das langsamste Wachstum in fünf Jahren darstelle, aber dennoch höher sei als das der restlichen Emerging Markets weltweit. Dies habe ein BIP-Wachstum von beachtlichen 9,9% im Jahresvergleich für die ersten neun Monate des Jahres mit sich gebracht. Der Anteil ausländischer Direktinvestitionen (FDI) sei dank Investitionen im Fertigungssektor und in den auf die Inlandsnachfrage ausgerichteten Sektoren im Jahresvergleich um 40% auf 74,4 Mrd. USD in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 gestiegen. Die Inflation sei auf ihrem Abwärtstrend geblieben und im September hauptsächlich aufgrund von gesunkenen Lebensmittelpreisen auf 4,6% im Jahresvergleich gesunken.

Die globale Kreditkrise habe die koreanische Regierung veranlasst, eine Reihe von Maßnahmen zur Minderung der landesweiten Probleme bei der Devisenfinanzierung einzuführen. Zu den zentralen Maßnahmen habe auch eine Regierungsgarantie für Devisenkredite in Höhe von 100 Mrd. USD sowie eine Finanzspritze von 30 Mrd. USD ins Bankensystem gehört. Die Bank of Korea habe im Laufe des Monats ihren Referenzzinssatz um 100 Basispunkte auf 4,25% gekürzt, um die Liquidität zu erhöhen. Obwohl die Devisenreserven des Landes in den letzten Monaten abgenommen hätten, hätten sie sich noch Ende September 2008 auf die beachtliche Höhe von 239,7 Mrd. USD belaufen.

Vor allem befinde sich das Land aber nach effektiven Strukturreformen in den letzten zehn Jahren in einer weit besseren Position, die gegenwärtigen Turbulenzen zu überstehen, als noch 1997. Entsprechend dem sich weltweit verlangsamenden Wachstum sei das BIP-Wachstum in Südkorea auf 3,9% im Jahresvergleich im dritten Quartal des Jahres gesunken, was vor allem auf die relativ schwache Export- und Binnennachfrage zurückzuführen gewesen sei. Die Inflation sei auf 5,1% im Jahresvergleich im September von 5,6% im Jahresvergleich im August gesunken. (Ausgabe vom 31.10.2008) (13.11.2008/fc/a/m)