Aramea Balanced Convertible-Fonds: 09/2019-Bericht, Wertsteigerung von 0,3% - Fondsanalyse


21.10.19 11:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Mit dem Aramea Balanced Convertible wird Investoren eine Anlage in das komplexe und anspruchsvolle Segment der Wandelanleihen ermöglicht, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in europäische Wandelanleihen mit einem "Investment Grade"-Rating. Aus der gezielten Investition in ausgewählte Convertibles mit einem so genannten "gemischten" Profil würden sehr attraktive Rendite-/Risikoeigenschaften resultieren.

Die globalen Aktienmärkte hätten im September die Verluste des Vormonats nahezu wieder ausgleichen können. Europa habe mehrheitlich die Nase vorn gehabt. Zudem seien die stark von der Entwicklung in China abhängigen Börsen in Südkorea und Japan besonders fest gewesen, sogar stärker als China selbst. Der MSCI World-Index habe in lokaler Währung ein Plus von 2,2% verbucht. Der EURO STOXX 50-Index habe 4,3% gewonnen, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe 3,7% zugelegt.

Für die positive Marktentwicklung habe es keine klar ersichtlichen Gründe gegeben. Eine leichte Beruhigung im Handelskrieg und erste Auswirkungen der global lockeren Geldpolitik hätten sicherlich zum positiven Umfeld beigetragen. Die Europäische Zentralbank (EZB), die FED sowie auch China und Japan seien alle in einem klaren monetären Lockerungszyklus. Teilweise bessere Konjunkturindikatoren würden auf die günstige Wirkung der Geldpolitik deuten. So sei der gefährliche Abflachungstrend der Zinskurven weltweit gestoppt worden.

Euro-Staatsanleihen hätten zu Monatsbeginn vielfach Rekordtiefstände markiert und den Trend aus den Vormonaten zunächst noch fortgesetzt. Doch schon kurze Zeit später seien erste Zweifel aufgekommen, ob sich die hohen Erwartungen an die Geldpolitik denn überhaupt erfüllen lassen würden. Am Geldmarkt seien schließlich gleich mehrere Zinssenkungen der EZB eingepreist gewesen. Darüber hinaus hätten sich einige Notenbankmitglieder gegenüber der lockeren Geldpolitik zunehmend verhalten geäußert. In diesem Umfeld sei es zu einer Korrekturbewegung mit wieder steigenden Renditen gekommen.

Zur Monatsmitte habe die EZB dann letztlich aber doch die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt. Diese habe den Einlagenzins auf -0,5 Prozent abgesenkt und ab November ein erneutes Ankaufprogramm beschlossen. Zwar möchten die Währungshüter Papiere im Gegenwert von monatlich nur 20 statt der zunächst erwarteten 30 Milliarden Euro erwerben. Dafür seien die Käufe jedoch zeitlich nicht befristet worden. Um die negativen Effekte für Banken etwas abzumildern, sei zugleich ein Staffelzinssystem (tearing) vorgestellt worden. Die Ertragslage der Banken werde von den negativen Sätzen stark belastet. Es falle schwer, sich vor diesem Hintergrund noch weitere Leitzinssenkungen vorzustellen. Das Umfeld mit negativen Renditen wird uns also noch lange Zeit erhalten bleiben, so die Experten von Aramea Asset Management.

Diese Erkenntnis habe sich im Nachgang auch bei vielen Investoren durchgesetzt, die wieder für Käufe bereit gewesen seien. Euro-Staatsanleihen hätten daher in der zweiten Monatshälfte einen Teil der zuvor erlittenen Verluste wieder aufholen können. Die Risikoprämien hätten ein uneinheitliches Bild präsentiert. Während sich die Prämien gemessen am iTraxx Europe Main um 6,7 Basispunkte ausgeweitet hätten, hätten sich die Prämien beim iTraxx Europe Crossover um 20 Basispunkte eingeengt, auf nunmehr ein Niveau von 55 bzw. 231 Basispunkten.

Auf der Rohstoffseite habe der Drohnenangriff auf eine saudische Ölraffinerie im Mittelpunkt des Geschehens gestanden. Ängste eines weltweiten Ölschocks hätten zu einem sprunghaften Anstieg der Ölpreise von in der Spitze 20% geführt. Die Ängste hätten sich jedoch schnell als unbegründet entpuppt, in dessen Folge sich der Ölpreis wieder normalisiert habe. Auf Monatssicht habe sich ein Fass der Sorte WTI Crude Oil sogar um 1,6% auf USD 54,07 verbilligt. Gold habe sich in USD hingegen um 3,2% verbilligt und somit eine Verschnaufpause eingelegt, nach dem rasanten Anstieg der Vormonate.

Wandelanleihen hätten ein gemischtes Bild gezeigt. Der Thomson Reuters Global Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR) habe ein moderates Plus von 0,4% erzielt, wobei europäische Investmentgrade Convertibles mit ihren US-Pendants fast gleichauf gelegen hätten (+0,2% TR Europe Focus Hedged EUR vs. +0,3% TR US Focus Hedged EUR). Weitere positive Impulse seien mit +1,4% aus Japan gekommen.

Der Aramea Balanced Convertible investiere ausschließlich in Titel mit Investmentgrade-Qualität. Dadurch würden sich solidere Bondfloors ergeben (Bewertung der Anleihenkomponente), gleichzeitig sei aber das Potenzial auf der Aufwärtsseite gegeben. Somit könne der Fonds die Konvexität der Assetklasse Convertibles ausnutzen. Knapp 62% der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen hätten ein so genanntes "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier wesentlich stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 28,2% ausmachen. Diese seien gekennzeichnet durch eine geringere Aktiensensitivität, dafür könnten jedoch höhere Renditen und Kursgewinne über eine Einengung der Creditspreads erzielt werden. Die Aktiensensitivität (Delta) des Fonds betrage aktuell 39,2%.

Der Balanced Convertible habe im September eine Wertentwicklung von +0,30% erzielt. Seit Jahresbeginn weise das Sondervermögen eine Wertentwicklung von +5,98% auf. Am 16.09.2019 habe der Balanced Convertible einen Betrag von EUR 0,65 pro Anteilsschein ausgeschüttet. (Stand vom 30.09.2019) (21.10.2019/fc/a/f)






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