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Aktienfonds überdurchschnittl. Performance 2006


16.01.07 15:48
BVI

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Aktienfonds beeindruckten 2006 zum vierten Mal in Folge mit einer überdurchschnittlichen Performance - allen voran Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland, berichten die Experten von BVI.

Auch in mittel- bis langfristigen Anlagezeiträumen hätten Aktienfonds auf breiter Front die Nase vorn. Bei Rentenfonds hätten im vergangenen Jahr steigende Zinsen belastet, sodass vielfach ein leichtes Minus festzustellen sei. Offene Immobilienfonds hätten auf Jahressicht mit einer attraktiven Rendite von im Schnitt 4,3 Prozent überzeugt. Das zeige die aktuelle Wertentwicklungsstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zum Stichtag 31. Dezember 2006.

Risikofreudige Anleger seien belohnt worden: Aktienfonds hätten ihren Höhenflug aufgrund steigender Kurse fortgesetzt. Zum Beispiel hätten Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland auf Jahressicht ein durchschnittliches Plus von 21,6 Prozent erreicht. Der DAX 30 habe im gleichen Zeitraum um 22,0 Prozent, der MSCI-Deutschland um 19,2 Prozent zugelegt. Ebenso hätten europäische Aktienfonds mit einer Performance von 18,3 Prozent im vergangenen Jahr geglänzt (MSCI-Europe plus 16,9 Prozent). Auch die Fondsmanager weltweit investierender Aktienfonds hätten 2006 mehrheitlich ihre Benchmark hinter sich lassen können.

So hätten internationale Aktienfonds um 9,3 Prozent zugelegt, der MSCI-World habe auf Euro-Basis ein Plus von 6,1 Prozent erreicht. Auch in längerfristigen Anlagezeiträumen hätten Aktienfonds ihre Renditestärke gezeigt: Deutschlandweit, europäisch und global ausgerichtete Produkte hätten in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt zwischen 7,0 und 8,3 Prozent per annum zugelegt.

Besonders hätten sich Investments in spezielle Marktsegmente ausgezahlt. So hätten Osteuropa-Fonds auf Jahressicht eine Wertsteigerung von 27,8 Prozent erreicht. Emerging Market-Fonds hätten es auf einen Zuwachs von 29,5 Prozent gebracht und Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Fernost (ohne Japan) hätten um 21,0 Prozent zugelegt.

Rentenfonds hätten im vergangenen Jahr leichte Rückgänge in der Wertentwicklung hinnehmen müssen. Diese seien durch einen deutlichen Anstieg im Zinsniveau ausgelöst worden. Die von der Bundesbank ermittelte Umlaufrendite sei 2006 um über 20 Prozent auf 3,98 Prozent angestiegen. So hätten Euro-Rentenfonds in den vergangenen zwölf Monaten ein Minus von 0,4 Prozent verbucht. Im mittel- und langfristigen Bereich würden diese Investmentfonds mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 4,5 Prozent (zehn Jahre) bzw. 5,7 Prozent (20 Jahre) ihre gewohnte Ertragstärke zeigen. Bei internationalen Rentenfonds habe zusätzlich der aufgewertete Euro belastet.

Internationale Mischfonds, die breit gestreut in verschiedene Anlageklassen investieren könnten, hätten im Jahr 2006 ein Plus von durchschnittlich 6,1 Prozent erzielt. Über zehn Jahre habe diese Fondsgruppe eine jährliche Rendite von im Schnitt 7,6 Prozent verbucht.

Offene Immobilienfonds hätten im vergangenen Jahr im Schnitt ein Plus von 4,3 Prozent erreicht. Damit sei der Gruppenmittelwert im Vergleich zum Kalenderjahr 2005 (3,4 Prozent Wertentwicklung) deutlich angestiegen. Anleger, die ihre Anteile schon länger im Depot halten würden, hätten sich beispielsweise auf 20-Jahressicht über einen Zuwachs von 5,2 Prozent pro Jahr gefreut. Die durchschnittliche Volatilität von nur 0,8 Prozent belege die langfristige Stabilität dieser Assetklasse. (16.01.2007/fc/a/m)