AXA WF Global Factors Sustainable Equity Fund: Modernes Entscheiden mit Algorithmen - Fondsanalyse


15.10.19 12:30
AXA Investment Managers

Köln (www.fondscheck.de) - Vor wenigen Jahren noch pure Science-Fiction, heute ein Zeichen modernster Fonds-Verwaltung: Hochsensible Algorithmen unterstützen aktive Fondsmanager effektiv und zuverlässig bei der Portfolioverwaltung, so die Experten von AXA Investment Managers.

Gideon Smith, Manager des AXA WF Global Factors Sustainable Equity Fund (ISIN LU0943665348 / WKN A1W1A7), habe gemeinsam mit seinem Team einen computergesteuerten Algorithmus entwickelt, der jene Unternehmen auswähle, die für ein nachhaltiges Gewinnwachstum und eine geringe Volatilität sorgen würden. Hierzu scanne der Algorithmus systematisch Unternehmensberichte, Nachrichten und Social-Media-Kanäle, um mehr darüber herauszufinden, welche Aktien den Fonds unterstützen würden und welche er besser meiden sollte.

Mit über 400 Titeln im Portfolio investiere der AXA WF Global Factors Sustainable Equity Fund weltweit in eine Vielzahl von Unternehmen. Anders als bei anderen Produkten nehme hier der Computer die Aktienbewertungen vor - und zwar auf Basis vieler Datenpunkte. Das Programm könne nicht nur Standardkennzahlen, wie zum Beispiel Gewinn und Verlust, berücksichtigen, sondern sei auch in der Lage, weichere Faktoren zu interpretieren und zu entscheiden, ob eine Aktie in das Portfolio aufgenommen werde oder nicht. So werde auch die Zahl von Frauen in Vorständen zurate gezogen: "Wir wissen, dass diversere Unternehmen auf lange Sicht besser abschneiden - deshalb sehen wir uns auch diese Kennzahl an, um zu beurteilen, wie nachhaltig ein Unternehmen seine Gewinne steigern kann", sage Smith.

Ebenso betrachte das Programm den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens, da mit hohen Kosten durch erhöhte Regulierung oder verlorene Kunden häufig ein erhöhter CO2-Fußabdruck einhergehe. "Dabei folgt der Computer keineswegs blind der Börse, sondern baut das Portfolio strikt anhand der von den Fondsmanagern vorgegebenen Faktoren auf", betone Smith.

Beim Factor Investing werde der Algorithmus mit spezifischen Regeln erstellt, damit er automatisiert eine Reihe von Entscheidungen bei der Verwaltung des Fonds treffen könne. Fondsmanager und Computer würden im Doppel an der Optimierung des Portfolios arbeiten: "Der Computer erledigt seine Aufgaben automatisiert, und das gibt mir bei der Arbeit viel Freiheit, andere wertschaffende Dinge zu machen. Ich vergleiche das gerne mit dem Autopiloten beim Flugzeug - er wird zwar in den meisten Fällen genutzt, aber die Passagiere wissen, dass sie sich auf den Piloten und sein Eingreifen verlassen können, wenn es nötig ist", fasse Smith zusammen.

Das Team rund um Smith überwache den Algorithmus ganz genau. So gebe es beispielsweise einen ESG-Screen, der zeigen solle, ob ein Unternehmen seinen Umwelt-, Sozial- und Governance-Richtlinien folge. Darüber hinaus hätten in der Vergangenheit zuverlässig Schwankungen vorausgesagt werden können, wenn zum Beispiel vermehrt negative Schlagzeilen über ein Unternehmen auftreten würden. Facebook sei ein solcher Fall: Smith habe die Beteiligung des Fonds an dem Social-Media-Riesen reduziert, nachdem der Algorithmus die negative Berichterstattung in den Medien über Ethik und Datenschutz bei Facebook analysiert und für kritisch befunden habe. "Ich bin immer wieder von der Effektivität des Algorithmus beeindruckt. Noch während ich die Nachrichten über den Emissions-Skandal bei Volkswagen las, hatte der Computer die steigende Volatilität bereits erkannt und die rote Flagge gehisst", berichte Smith.

Eine vollständige Automatisierung könne Smith sich nicht vorstellen. "Asset Management ist eine massiv regulierte Branche. Ein Computer kann niemals die treuhänderische Verantwortung gegenüber den Investoren übernehmen. Vielmehr führt das Gleichgewicht zwischen automatisiertem und aktivem Management von Menschenhand zum Erfolg", schließe der Experte. (15.10.2019/fc/a/f)






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