AXA WF Framlington Women Empowerment Fund: Der "Lagarde-Effekt" - Die Bedeutung echter Diversität


31.10.19 11:00
AXA Investment Managers

Köln (www.fondscheck.de) - Europa erlebt zurzeit einen Wendepunkt - ausgelöst von starken Frauen, so die Experten von AXA Investment Managers.

Denn auf höchster EU-Ebene würden gleich zwei wichtige Positionen mit Frauen besetzt: Christine Lagarde, bisher Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), werde am 1. November die Chefin der Europäischen Zentralbank, ihre Nachfolgerin beim IWF sei Kristalina Georgiewa. Außerdem werde Ursula von der Leyen Jean-Claude Juncker als Präsidentin der Europäischen Kommission ablösen. "Das ist ein bedeutender Meilenstein für die Sache der Frauen - und sollte Investoren hellhörig machen", sage Anne Tolmunen, Portfoliomanagerin Framlington Equities und des AXA WF Framlington Women Empowerment Fund (ISIN LU1557118921 / WKN A2DLAU) bei AXA Investment Managers. Denn Diversität führe bewiesenermaßen zu einer nachhaltig besseren Performance in den entsprechenden Organisationen.

So hätten verschiedene Studien interessante Erkenntnisse geliefert: Diversität führe in Unternehmen zu einer niedrigeren Personalfluktuation und einem höheren Engagement der Mitarbeitenden. Ein höherer Frauenanteil im Management erzeuge mehr Innovation, wobei dieser Effekt bei größeren Unternehmen noch ausgeprägter sei als bei kleineren. "Frauen haben einen besseren Leistungsausweis bei der Integration nach Firmenzusammenschlüssen und Übernahmen, und dank ihrem konservativeren Risikomanagement erzielen sie nachhaltigere und weniger volatile Unternehmensergebnisse. Insgesamt steigert Diversität die Produktivität, verbessert die heutige Performance und sichert künftige Gewinne", sage Tolmunen.

Die Gleichstellung der Geschlechter - und somit eine höhere Diversität in den Chefetagen - sei ein breit abgestützter Trend. Viele Länder würden richtige und wichtige Schritte in Richtung Gleichstellung machen, auch wenn sie sich noch auf unterschiedlichen Stufen des Prozesses befänden. An der Spitze des allgemeinen Gleichstellungsindex des World Economic Forum (WEF) befänden sich gemäß dem Global Gender Gap Report 2018 die skandinavischen Länder.

Auch auf Unternehmensebene, das heiße in Bezug auf den prozentualen Anteil von Frauen in Aufsichtsräten und Vorstandspositionen, gebe es Fortschritte zu verzeichnen. Gemäß der auf Gleichstellung spezialisierten Researchfirma Equileap seien 2018 in ihren Top 200 Unternehmen 34 Prozent der Aufsichtsratspositionen und 26 Prozent der Führungsfunktionen mit Frauen besetzt gewesen, 2017 seien es noch 30 Prozent gewesen, respektive 20 Prozent. Norwegen, Israel und Belgien würden das Ranking anführen. Und im Juli dieses Jahres habe das letzte Unternehmen im amerikanischen S&P 500-Index, das noch einen rein männlichen Aufsichtsrat gehabt habe, eine Frau in das Gremium nominiert. "Doch der Weg bis zu einer echten Gleichstellung der Frauen in Politik und Wirtschaft ist noch lang, denn Zahlen und Statistiken sind eine Sache, Diversität wirklich leben eine andere", so Tolmunen weiter.

Natürlich könne Diversität nicht das einzige Auswahlkriterium einer Anlagestrategie sein. "Traditionelle Unternehmenszahlen dienen noch immer als Basis zur Aufstellung des Portfolios, aber Diversität und Inklusion sind gute Hilfsgrößen", sage Tolmunen. Die Identifikation entsprechender Unternehmen sei jedoch nicht leicht. Unternehmensdaten zu der Anzahl weiblicher Mitarbeiter und Frauen in Führungspositionen seien zwar schnell erhoben, es gebe jedoch einen Unterschied zwischen Diversität und Inklusion. "Letztere ist schwieriger zu quantifizieren. Man könnte sagen, Diversität ist Realität - Inklusion muss entwickelt werden", sage Tolmunen.

Inklusion stelle die Unternehmenskultur dar, die Organisationen aufbauen und leben würden. Sie umfasse materielle und immaterielle Faktoren. Sie hinterfrage, ob die Unternehmenskultur Frauen den gleichberechtigten Zugang zu Beförderungen und Gehaltserhöhungen ermögliche und wie ein Unternehmen mit Problemen in Bezug auf Diversität und Diskriminierung umgehe. Erste Datenanbieter, die detaillierte und aussagekräftige Informationen zu den Unternehmenspraktiken rund um das Thema Geschlecht und Vielfalt sammeln würden, gebe es laut Tolmunen bereits.

Unternehmen täten gut daran, die Diversität zu fördern. "Sie ist nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen, dem nachgekommen werden muss. Unternehmen - und Anleger - erkennen mehr und mehr, dass Gleichstellung und Inklusion sowohl einen kompetitiven Vorteil als auch einen wichtigen langfristigen Wachstumstreiber darstellen. Investoren, die den "Lagarde-Effekt" nutzen wollen, können Diversitäts-Themenfonds mit einem aktiven Investitionsansatz berücksichtigen", schließe Tolmunen. (31.10.2019/fc/a/f)






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