AXA WF Emerging Markets Euro Denominated Bonds Fund: Emerging Markets - Corona-Krise birgt Investment-Chancen


25.06.20 13:00
AXA Investment Managers

Köln (www.fondscheck.de) - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben für eine hohe Volatilität am Markt gesorgt - auch die Emerging Markets blieben davon nicht verschont, so die Experten von AXA Investment Managers.

Aus der Krise würden sich gleichermaßen aber auch Chancen ergeben: "Emerging Market Staats- und Unternehmensanleihen sind gut dafür aufgestellt, den Sturm zu überstehen und die Lücke zu den anderen Assetklassen zu schließen", sage Mikhail Volodchenko, Portfolio Manager bei AXA Investment Managers (AXA IM).

Die vergangenen drei Monate seien die Märkte regelrecht Achterbahn gefahren. Liquiditätsengpässe im März seien das Resultat abnehmender Wirtschaftsaktivitäten und Lock-Down-Maßnahmen gewesen. Die FED habe ihren enormen Einfluss bewiesen, als sich die Stimmung dank ihrer Gegenmaßnahmen aufgehellt und für Stabilität in den Schwellenländermärkten gesorgt habe.

Dennoch würden Anleger hinsichtlich der Emerging Markets verunsichert bleiben. Viele würden sich von etwaigen geopolitischen und institutionellen Schwächen abschrecken lassen, wie sie etwa in Argentinien und der Türkei zutage treten würden. Diese Risiken würden allerdings gut bezahlt, finde Volodchenko. "Bei einem Universum von über 70 Ländern und deren Unternehmen gibt es genug Luft zwischen guten und schlechten Investmentgelegenheiten", so der Experte.

Das würden auch historische Daten zeigen. In den vergangenen 20 Jahren hätten Emerging Market Debts besser performt als jede andere Assetklasse, trotz diverser Krisen. Sie hätten beispielsweise den NASDAQ um mehr als 200 Prozent in der Wertentwicklung geschlagen. Die Ausfallraten in Emerging Markets seien in der Vergangenheit ebenfalls sehr niedrig gewesen. Die Average Annual Default Rate der vergangenen 20 Jahre sei mit 1,1 Prozent sehr gering gewesen im Vergleich zu anderen High-Yield-Assetklassen. Höhere Ausfallraten hätten sich eher in Frontier Markets gefunden, zum Beispiel der Subsahara und den karibischen Staaten - diese Anleihen würden aber nur einen geringen Teil (10 Prozent) des Investmentuniversums ausmachen (Staats- und Unternehmensanleihen).

So würden sich auch aus der aktuellen Krise attraktive Investmentmöglichkeiten ergeben. So habe China die besten Chancen für eine V-förmige Erholung. "Sie waren als erstes Land von der Krise betroffen und steigen auch als erstes wieder aus ihr empor. Im Vergleich zu anderen Ländern verfügen sie über weit mehr Feuerkraft, fiskalischen Spielraum und geldpolitische Stimuli. Vor diesem Hintergrund sind asiatische High-Yield-Anlagen besonders attraktiv", so Volodchenko. Mit bis zu 400 Basispunkten über US-High-Yield-Anleihen böten beispielsweise B-geratete Anleihen im asiatischen Raum eine attraktive Prämie bei historisch deutlich geringeren Ausfallraten.

Da sich zudem der Handelskrieg zwischen den USA und China durch die Corona-Krise immer mehr zum ideologischen und technologischen Krieg zu wandeln scheine, sehe der Experte vor allem im Tech- und Konsum-Bereich enorme Chancen: "85 Prozent der Weltbevölkerung leben in Emerging Markets, in vier Jahren werden sie zwei Drittel der Mittelschicht ausmachen. Das ist eine große und im Vergleich zu entwickelten Ländern weniger gesättigte Verbraucherbasis, die entsprechend aktiviert werden könnte", so Volodchenko.

Der Experte setze daneben auf den Telekommunikations-Sektor und Sektoren mit US-Dollar-Einnahmen, wie beispielsweise Protein und Edelmetalle, deren Gewinnmargen über die Krise voraussichtlich weiterwachsen würden. Generell seien viele Unternehmen in den Emerging Markets gut aufgestellt: "Viele sind mit soliden Bilanzen in die Krise gegangen, haben ein umfangreiches Liability-Management betrieben, verfügen über ausreichend Cash-Reserven und sind zudem krisenerprobt", unterstreiche der Experte.

Großes Potenzial böten auch Emissionen der Emerging Markets, die in Euro denominiert seien. "Länder wie Elfenbeinküste, Senegal, Ukraine oder Ägypten sind Teil des Programms des Internationalen Währungsfonds und begeben ihre Anleihen überwiegend in Euro - nicht zuletzt aufgrund ihrer Historie und ihrer engen Handelsbeziehungen mit Europa, einige haben zudem ihre Währung an den Euro gekoppelt. Aktuell bieten generische 10-Jahres-Anleihen dort eine Spread-Prämie von 50 bis 100 Basispunkten gegenüber äquivalenten Dollar-Anleihen. Das ist eine große Chance, um Alpha zu generieren", sage Volodchenko.

Der AXA WF Emerging Markets Euro Denominated Bonds Fund (ISIN LU2096754473 / WKN A2PX7K) mache von diesen Investmentgelegenheiten Gebrauch, da er in Schwellenländeranleihen investiere, die in Euro begeben würden. Er ermögliche Investoren, ihr Exposure in Schwellenländeranleihen zu erhöhen, ohne dabei von Hedging-Kosten in US-Dollar betroffen zu sein. Um die Diversifikation und den potenziellen Ertrag für Investoren zu erhöhen, beinhalte der Fonds eine Allokation von maximal 20 Prozent in Anleihen, die in US-Dollar begeben würden. So werde auch ein Investment in Länder ermöglicht, die ihre Anleihen nicht in Euro emittieren würden. Indem der Fonds nur in Anleiheemissionen mit einem Volumen von mindestens 500 Millionen Euro investiere, reduziere er das Risiko, dass in Euro denominierte Anleihen stereotyperweise weniger liquide seien - eine Sorge, die Anleger oft von einem Investment in Emerging Markets abhalte. Außerdem investiere der Fonds nicht in Anleihen mit einem Rating unter B-, da es sich hierbei um eher notleidende Gelegenheiten mit sehr binären Ergebnissen handle.

"Die Schwellenländeranleihen, die in Euro denominiert sind, haben in den letzten zehn Jahren ein erhebliches Wachstum verzeichnet. Durch neue Emittenten hat die Anlageklasse an Breite und Diversifizierung gewonnen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird", so der Experte. (25.06.2020/fc/a/f)






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